Bagdad: Hunderttausende ohne fließendes Wasser

20. August 2003, 12:28
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Über die genaue Ursache für das Loch im Wasserrohr gibt es widersprüchliche Angaben

Bagdad - Einen Tag nach dem Sabotageakt gegen eine Wasserleitung haben auch am Montag hunderttausende Einwohner von Bagdad kein fließendes Wasser gehabt. Die Reparatur sei aber abgeschlossen und die Versorgung könne wieder aufgenommen werden, sagte ein leitender Mitarbeiter des Wasserwerks. Widersprüchliche Angaben gab es zur genauen Ursache für das Loch im Wasserrohr, das dafür sorgte, dass bis zu 300.000 Einwohner der Millionenstadt bei Temperaturen von rund fünfzig Grad Celsius seit Sonntag ohne Wasser waren.

Während eine Mitarbeiterin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) sagte, das Wasserrohr sei von einer Panzerabwehrrakete getroffen worden, und ein örtlicher Polizist von einem Sprengsatz sprach, machten US-Soldaten und Techniker vor Ort andere Angaben. Es gebe keinen Hinweis auf eine Bombe, sagte US-Hauptmann David Reeder: "Für mich sieht es einfach wie ein Riss auf". Einer der Arbeiter sagte, es mache den Anschein, als habe jemand mit einen Messer ein Loch in die Leitung gebohrt. (APA)

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    Die Reparatur der Wasserleitung in Bagdad soll inzwischen abgeschlossen sein.

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