Belgrader Analytiker befürchten Anschläge außerhalb des Kosovo

19. August 2003, 13:33
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Nationale Kampf-Strategie gefordert

Belgrad - Belgrader Analytiker halten nach der jüngsten Terrorwelle im Kosovo eine Ausweitung der Anschläge auch außerhalb der derzeit von der UNO verwalteten (UNMIK) südserbischen Provinz für möglich. Der Analytiker Predrag Simic und der Militärexperte Zoran Dragisic forderten am Montag bei einem Mediengespräch zum Thema Kosovo deshalb die Behörden auf, eine nationale Strategie zum Kampf gegen den Terrorismus vorzubereiten.

Dragisic hat sich ausdrücklich gegen eine Entsendung von bis zu 1.000 serbisch-montenegrinischen Soldaten in das Kosovo unter den gegenwärtigen Bedingungen ausgesprochen. Diese Möglichkeit ist in der Resolution 1244 des UNO-Sicherheitsrates zum Kosovo vom Juni 1999 vorgesehen. Die Entsendung von Soldaten wird von der Opposition befürwortet.

Situation diskutiert

Die Situation im Kosovo wurde Montag Nachmittag auch vom Staatssicherheitsrat der serbischen Regierung diskutiert. An der Sitzung nahmen neben dem serbischen Regierungschef Zoran Zivkovic und Innenminister Dusan Mihajlovic auch der Außenminister von Serbien-Montenegro, Goran Svilanovic, sowie Leiter von Nachrichtendiensten teil.

Serbische Einwohner des Kosovo-Dorfes Skulani haben am Montag die Straße blockiert, die Prizren über Lipljani mit der südserbichen Provinz verbindet, nachdem in Belgrad ein Dorfeinwohner seinen Verletzungen erlegen war. Unbekannte Angreifer hatten damals Dragan Tonic in den Mund geschossen. (APA)

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