Computerprogramm für billige Medikamente soll beim Sparen helfen

20. August 2003, 14:18
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Vorarlberger Gebietskrankenkasse bietet Ärzten elektronisches Arzenimittelverzeichnis an

Bregenz - Mit einem elektronischen Arzneimittelverzeichnis will die Vorarlberger Gebietskrankenkasse (VGKK) Medikamentenkosten einsparen. Das von der oberösterreichischen Gebietskrankenkasse entwickelte Computerprogramm wird im Herbst der Vorarlberger Ärztekammer präsentiert und soll dann den niedergelassenen Ärzten angeboten werden. Die Kosten werde die Gebietskrankenkasse übernehmen, sagte VGKK-Obmann Wieland Rainer zur APA.

Das Computerprogramm ermögliche es den Ärzten, "per Mausklick" Wirkungsweise und Preise von Medikamenten vergleichen zu können und auf diese Weise schnell das kostengünstigste Medikament zu finden, sagte Rainer. Mit dem neuen Programm könne auch ausgewertet werden, welche und wie viele Arzneimittel jeder einzelne Patient verbraucht. Unabhängig vom Computerprogramm fordert die VGKK die Mehrwertsteuer auf Medikamente zu senken und ein Überdenken der Handelsspannen der Apotheken.

Die VGKK wendete im vergangenen Jahr rund 62 Millionen Euro für Medikamente auf, das entsprach einer Steigerung von neun Prozent gegenüber 2001. Durch das neue Computerprogramm erhofft sich Rainer die Steigerung bei den Medikamentenkosten auf zwei Prozent zu reduzieren. Von den insgesamt 354 Millionen Euro Jahresbudget der VGKK. werden 101 Millionen für Krankenhauskosten aufgewendet, 89 Millionen Euro für praktizierende Ärzte.(APA)

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