Ozon-Alarmschwelle in Ostösterreich überschritten

19. August 2003, 10:11
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Kann zu Reizungen der Schleimhäute und Atembeschwerden führen

Wien - Mit gemessenen 253 Mikrogramm pro Kubikmeter Ozon wurde am Montag um 15 Uhr im Überwachungsgebiet 1 - Nordostösterreich - die Alarmschwelle überschritten, berichtete der Ozonwarndienst der Gemeinde Wien. Weitere Überschreitungen seien in den nächsten 24 Stunden durchaus möglich.

Dicht an der Alarmschwelle von 240 Mikrogramm lag um 15 Uhr Klosterneuburg mit 235 Mikrogramm. Ein Wert von 221 wurde in Stockerau abgelesen, 214 waren es bei der Hohen Warte. Die anderen Messstationen lieferten Werte jenseits der Informationsschwelle von 180 Mikrogramm. Laut Zentralanstalt für Meteorologie sei vor Montagabend kein nennenswerter Rückgang zu erwarten.

Laut der Umweltschutzabteilung der Stadt Wien (MA22) können derart erhöhte Ozonkonzentrationen zu Reizungen der Schleimhäute und zu Atembeschwerden führen. Gefährdete Personen sollten sich daher bevorzugt in Innenräumen aufhalten, hieß es. Betroffen sind vor allem Kinder mit überempfindlichen Bronchien, Personen mit schweren Erkrankungen der Atemwege oder des Herzens sowie Asthmakranke. Auch gesunde Personen sollten in den Nachmittagsstunden ungewohnte und starke Anstrengungen im Freien vermeiden.

Bei Anhalten oder Erhöhung der Ozonbelastung müssen laut MA 22 Einschränkungen des Individualverkehrs und bei der Verwendung von Lösungsmitteln verordnet werden. Die Experten rieten daher, durch richtiges Verhalten zur Verminderung der Ozon-Vorläufersubstanzen beizutragen und u.a. auf Autofahrten zu verzichten. (APA)

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