Vivendi: Verkauf der Unterhaltungsspate bis Monatsende wahrscheinlich

22. August 2003, 16:33
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NBC hat die besten Chancen

Vivendi Universal ist zuversichtlich, bis zum Ende des Monats seine Unterhaltungssparte (VUE) verkaufen zu können. Vivendi erwartet 14 Mrd. Dollar für VUE, zumindest ein Angebot in dieser Höhe hält der Medienkonzern für realistisch. Das berichtet die Los Angeles Times heute, Montag. "Wir sehen Licht am Ende des Tunnels. Wir sind bald am Ziel", so ein Mitglied der Geschäftsführung.

Merger

Die besten Chancen hat General Electrics NBC. Das Angebot von NBC beinhaltet fast kein Bargeld, aber einen Merger von NBCs Sendernetz und seinen Schwester-Kabelkanälen mit Universals Film- und TV-Studio sowie seinen Kabelkanälen Sci-Fi, USA und Trio. In diesem Fall würde Vivendi eine Minderheitsbeteiligung an der neuen Einheit erhalten, die ungefähr den Wert von VUE hat, abzüglich des Wertes der Schulden, welche NBC bei Vivendi vermutet. Für diesen Deal gibt es jedoch einige Hindernisse. So limitiert ein Gesetz indirektes ausländisches Eigentum an US-Sendern auf 25 Prozent. Des weiteren ist NBC als vorsichtiger Käufer bekannt.

Angebote von zwei weiteren Bietern erwartet

Vivendi erwartet heute das Angebot von zwei weiteren Bietern: Liberty Media und ein Konsortium um Edgar Bronfman Jr., der Vize-Chairman bei Vivendi ist. Beide Bieter haben den Vorteil, dass sie bereits große Investoren in Vivendi sind. Drei andere potenzielle Käufer sind hingegen bereits aus der Auktion ausgestiegen, weil sie die von Vivendi verlangten 14 Mrd. Dollar als zu hoch erachten: MGM, ein Konsortium um den Öl-Magnaten Marvin Davis sowie zuletzt Comcast. Vivendi verweist auf die Einschätzung führender Analysten und insistiert, dass der verlangte Preis für VUE gerechtfertigt sei. In diesem Sommer konnte Vivendi mit den Blockbustern "Bruce Almighty", "2 Fast 2 Furious" und "Seabiscuit" einen deutlichen Gewinn an den Kinokassen einfahren. (pte)

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