Sturm wütete in Frankreich und der Schweiz

21. August 2003, 13:44
posten

Ein Toter in Frankreich, Stromausfall, Sachschäden und massive Verkehrsbehinderungen

Paris/Genf - Bei schweren Unwettern im Südosten Frankreichs ist am Sonntag ein Mensch getötet worden. Ein 28-Jähriger sei ertrunken, als sein Boot auf dem Lac de Charavines im Departement Isère kenterte, wie die Feuerwehr am Sonntag mitteilte. Zwei weitere Bootsinsassen konnten demnach gerettet werden. Zu Unwettern kam es auch in der Schweiz. Dort entstand zum Teil schwerer Sachschaden.

Im franzöischen Departement Haute-Alpes waren laut Stromversorger EDF mehr als 15.000 Haushalte ohne Elektrizität. Auch in den Departements Rhônes-Alpes, Ain, Drôme und Alpes-de-Hautes-Provence saßen Zehntausende vorübergehend im Dunkeln. In der Region Savoie wurden Campingplätze evakuiert. Zahlreiche Straßen waren durch herabgefallene Äste und umgeknickte Bäume unbefahrbar.

Lahmgelegte Bahnverbindungen

Insgesamt waren laut Wetterdienst Météo France 33 Departements im Südosten von dem Unwetter betroffen. Der heftige Sturm legte zudem Bahnverbindungen teilweise lahm. Züge seien mit bis zu fünf Stunden Verspätung in den Bahnhöfen angekommen. Besonders betroffen waren die Verbindungen zwischen Grenoble und Paris sowie zwischen Genf und Paris.

Ein heftiger Sturm mit einer Spitzengeschwindigkeit von 125 Kilometern pro Stunde hat in der Nacht auf Montag im Raum Genf erhebliche Schäden angerichtet. Die Feuerwehr musste mehr als 120 Mal ausrücken, weil Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt wurden. Auf dem Genfer See gerieten zehn Schiffe in Seenot, weitere rissen sich los.

Kreisende Flieger

Am Höhepunkt des Sturmes konnte der Flughafen Genf nicht angeflogen werden, die Maschinen kreisten bis zu 20 Minuten. Der Gewittersturm durchquerte die Schweiz in fünf Stunden von Westen nach Osten. Nach Angaben der Wetterexperten von MeteoSchweiz fielen aber lediglich rund zehn Liter Niederschlag pro Quadratmeter. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.