Altersteilzeit-Anspruch rückläufig

27. August 2003, 19:30
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Modell für Frauen ab 50 und Männer ab 55 läuft 2003 aus

Wien - Der Zulauf in die Altersteilzeit hat sich in den vergangenen Monaten deutlich abgeschwächt. Ende Juli 2003 waren es nach vorläufigen Zahlen des Arbeitsmarktservice (AMS) 30.811 Personen, die diese Möglichkeit in Anspruch nahmen. Zuvor hatte es von Monat zu Monat eine Zunahme um durchschnittlich rund 1.000 gegeben.

Das derzeitige Modell der Altersteilzeit läuft Ende 2003 aus. Nach den Regierungsplänen für die Pensionsreform wird man die Altersteilzeit danach nur noch fünf Jahre statt derzeit maximal sechseinhalb Jahre in Anspruch nehmen können. Die frühest mögliche Inanspruchnahme der Altersteilzeit beginnt dann fünf Jahre vor dem frühest möglichen Pensionsantritt.

Das bis Ende 2003 laufende Modell der Altersteilzeit sieht vor, dass Frauen ab dem 50. und Männer ab dem 55. Lebensjahr eine Reduktion ihrer Arbeitszeit bis auf 40 Prozent vereinbaren können. Dabei wird auch der Lohn auf 40 Prozent reduziert, allerdings gibt es bis zum Gang in die Frühpension vom AMS die Hälfte der Differenz auf den bis dahin bezahlten Lohn zusätzlich bezahlt. Bei 40 Prozent Arbeit käme man dann auf maximal 70 Prozent des ursprünglichen Gehalts.

Die Summe wird vom reduziertem Gehalt und AMS-Beitrag mit der Höhe der Höchstbeitragsgrundlage gedeckelt, derzeit sind das 3.360 Euro. Das bedeutet, dass bei einem Bruttogehalt von bis zu 4.480 Euro und einer 50-Prozent-Regelung die 75 Prozent des Ursprungsgehalts fast zur Gänze ausbezahlt werden: Die Hälfte der 4.480 Euro, 2.240, plus die Hälfte der restlichen 2.240 Euro, 1.120, vom AMS - zusammen käme der Betroffene damit auf 3.360 Euro. Liegt der Bruttogehalt über 3.360 Euro, wird der Anteil prozentmäßig weniger. Wenn jemand 6.720 Euro brutto verdient und 50 Prozent der Arbeitszeit reduziert, gibt es überhaupt keinen AMS-Beitrag mehr. (APA)

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