Temperatursturz in Italien

21. August 2003, 13:44
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Um zehn Grad Celius brach das Thermometer ein - dauerhafte Abkühlung aber nicht in Sicht

Rom - In Italien gingen gingen am Sonntagabend in weiten Teilen Norditaliens schwere Gewitterschauer nieder. Diese brachten zwar zeitweise einen Temperatursturz von zehn Grad und mehr, dauerhafte Abkühlung ist dennoch nicht in Sicht. Meteorologen sagen für die nächsten Tage von Mailand bis Palermo wieder Spitzenwerte um 35 Grad voraus.

Todesfälle infolge der Hitze

Weiterhin wurde in den Medien von zahlreichen Todesfällen in Folge der Hitzewelle berichtet. In Städten wie Genua, Mailand, Turin und Rom liege die Todesrate der über 65-Jährigen seit Anfang August deutlich höher als im Durchschnitt. In Genua etwa seien im vergangenen Jahr in den ersten zwei Augustwochen 426 Alte gestorben, dieses Jahr aber 613, berichtet die römische Zeitung "La Repubblica" am Montag. Offizielle Zahlen zu dieser Entwicklung gebe es nicht.

In Turin seien in der ersten Augusthälfte 476 alte Einwohner gestorben, im Vorjahr waren es in dieser Zeit lediglich 341, berichtete die Zeitung weiter. Dennoch wird in Italien offiziell nicht von Hitzetoten gesprochen. Gesundheitsminister Girolamo Sirchia will sich allerdings im September mit den Kommunen zusammensetzen, um einen Plan für künftige Notfälle dieser Art zu erarbeiten. (APA/dpa)

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