Adrenalin

24. August 2003, 20:06
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Adrenalin wird im Nebennierenmark gebildet, ist ein Stresshormon und eine der wichtigsten Substanzen in der Notfallmedizin. Stresshormone bereiten den Körper auf Flucht und Angriff vor: erhöhter Herzschlag, stärkere Durchblutung, wachere Sinne. Physikalisch gesehen verengt Adrenalin die Blutgefäße in der Peripherie des Körpers zum Beispiel in der Haut, sodass eine größere Blutmenge für die Muskeln zur Verfügung steht.

Im Normalzustand ist der Adrenalinspiegel im Blut angepasst an die jeweilige Situation, er wird ständig sehr fein nachjustiert. Bei körperlichem oder psychischem "Stresszustand" wird blitzartig vermehrt Adrenalin ins Blut ausgeschüttet.

Eine allergische Reaktion generell bewirkt, dass sich selbst kleinste Gefäße erweitern, der so genannte anaphylaktische Schock. Das Blut "versackt" im Körper, der Druck fällt ab.

Wird dann Adrenalin injiziert, muss die Restzirkulation noch so gut sein, damit es sich in den Blutgefäßen verteilt und an den Arteriolen, den äußersten Teilstücken der Gefäße, gefäßverengend wirken kann, wodurch der Blutdruck wieder steigt. (ls/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18. 8. 2003)

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