Petition für Mitterlehners Budgetforderung

17. März 2014, 11:34
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1,6 Milliarden Euro bis 2018 gefordert - "Nicht in die Austeritätsfalle tappen"

Zahlreiche prominente Wissenschafter unterstützen eine vom Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) initiierte Petition, mit der die Budgetforderungen von Wissenschaftsminister Reinhard Mitterlehner (ÖVP) nach 1,6 Milliarden Euro bis 2018 unterstrichen werden sollen. "Österreich braucht Wissenschaft und Wissenschaft braucht öffentliche Finanzierung", heißt es darin.

Für eine reine Inflationsabgeltung bei den Unis in der nächsten Leistungsvereinbarungsperiode 2016 bis 2018 sind 615 Millionen Euro nötig, rechnete Mitterlehner im Februar vor. Der Ausbau der Studienplatzfinanzierung mit einer Verbesserung der Betreuungsrelationen schlägt mit 485 Millionen Euro zu Buche, der weitere Ausbau der Studienplätze an Fachhochschulen auf 50.000 mit 62 Mio. Euro und die Absicherung der Forschungsfinanzierung etwa beim Wissenschaftsfonds FWF und der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) mit 383 Mio. Euro.

Dieser Betrag sei zwar "geringer als angesichts des zunehmenden internationalen Wettbewerbs nötig wäre", heißt es in der Petition: "Damit können die Universitäten jedoch zumindest ihren Betrieb aufrechterhalten, es können verbesserte Studienbedingungen geboten werden, FWF und ÖAW erhalten eine gesicherte Mindestbasis und können mehr Mittel für die Grundlagenforschung zur Verfügung stellen."

Unterzeichner

Erste Unterzeichner der Petition waren die Ex-Präsidentin des European Research Council (ERC), Helga Nowotny, ÖAW-Chef Anton Zeilinger, FWF-Aufsichtsratspräsident Dieter Imboden, WWTF-Geschäftsführer Michael Stampfer und der Leiter des Forschungszentrums für Molekulare Medizin der ÖAW, Giulio Superti-Furga. Unterschrieben haben mittlerweile auch die Wissenschafterin des Jahres 2013, Verena Winiwarter, die Wittgenstein-Preisträger Walter Schachermayer, Markus Arndt und Gerhard Herndl sowie die Rektorin der Akademie der bildenden Künste, Eva Blimlinger.

In der Petition sieht man die "Budgetverhandlungen zwischen dem Wissenschafts- und dem Finanzministerium offenbar ins Stocken" geraten. Bei allem Verständnis für die notwendige Budgetkonsolidierung gelte es, "Prioritäten zu setzen und nicht in die Austeritätsfalle zu tappen". Im Wissenschaftsministerium betonte man auf APA-Anfrage, dass die Budgetgespräche derzeit völlig normal verliefen. (APA, 17.3.2014)

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