IBM bestreitet Zusammenarbeit mit NSA

17. März 2014, 11:59
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Keine Backdoors in Produkten, kein Interesse des Geheimdienstes

Der amerikanische IT-Konzern IBM hat Anschuldigungen hinsichtlich einer mutmaßlichen Zusammenarbeit mit der NSA zurückgewiesen. Es gäbe keine Hintertüren in den eigenen Produkten, über welche der Geheimdienst Daten von Kunden abgreifen könne. Eben so wenig würde man Quelltext übermitteln oder Verschlüsselung offenlegen.

Es soll auch keine Übermittlung von im Ausland gespeicherten Daten auf Ansuchen der NSA oder einer FISA-Order gegeben haben. Das erklärt Robert Weber, der bei IBM die Rechtsabteilung führt, in einem offenen Brief. IBM würde sich strikt an die jeweiligen nationalen Gesetze handeln.

NSA wohl nicht an IBM-Daten interessiert

Weber sieht das geringe Interesse der US-Regierung darin begründet, dass IBM als Enterprise-Dienstleister nur wenig mit privater Kommunikation zu tun hat. Würde die NSA an solche herankommen wollen, würde sie sich wohl direkt an die Kunden von IBM wenden.

Für den Fall, dass die Regierung doch nach Auskünften von IBM verlangen sollte, kündigt er rechtliche Schritte an. Er appelliert außerdem an Regierungen, keine kurzsichtigen Maßnahmen hinsichtlich nationaler Eingrenzungen von Datenverkehr zu setzen und Verschlüsselung nicht zu untergraben. Dazu fordert er eine Debatte und mehr Transparenz zum Thema Überwachung. (red, derStandard.at, 17.03.2014)

  • Die NSA hätte kein Interesse an den Daten eines Enterprise-Dienstleisters, schätzt man bei IBM.
    foto: reuters

    Die NSA hätte kein Interesse an den Daten eines Enterprise-Dienstleisters, schätzt man bei IBM.

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