DiTech-Kunden zeigen nach Insolvenz auf Facebook Solidarität

16. März 2014, 09:47
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Breite Unterstützung für "Wir brauchen Ditech"- Fanseite auf Facebook - Vorbild Rettung der "Schwedenbomben"

Weniger als ein Jahr nach dem Aus der Elektrokette Niedermeyer kämpft nun mit DiTech der nächste Elektronikhändler um sein Überleben. Allerdings wollen Kunden und Mitarbeiter das Ende des Unternehmens verhindern. Sie haben vergangene Woche eine Solidaritäts-Gruppe auf Facebook an den Start gebracht, die breite Unterstützung erfährt. "Wir brauchen DiTech" zählte am Sonntagvormittag über 6.725 Unterstützer. Sie hoffen, dass ihre Unterstützung die "Verhandlungen bei der Sanierung aktiv beeinflussen" kann. 

"Im Gegensatz zu Amazon und Co."

Die Initiatoren der Facebook-Seite betonen die Wichtigkeit eines großen heimischen Computerfachhändlers, der "im Gegensatz zu Amazon und Co." seine Steuern in Österreich zahlt, Veranstaltungen unterstützt und Anzeigen in Printmagazinen schaltet. "Würde DiTech nun nicht mehr bestehen, wird ein spürbares Loch hinterlassen", heißt es auf der Seite.

"Unterstützung gibt mir viel Kraft"

"Eure Unterstützung gibt mir viel Kraft",schreibt DiTech- Firmengründer Damian Izdebski im Firmenblog. DiTech hat zurzeit 255 Mitarbeiter und betreibt 22 Filialen in Österreich. Anfang der Woche hatte das Unternehmen den Abbau von 60 bis 80 Mitarbeitern und das Aus für "einige" Filialen angekündigt. Derzeit laufen Gespräche mit Investoren. Deswegen musste das Unternehmen die für Freitag angekündigte Anmeldung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung verschieben.

Rettung Schwedenbomben

Solidarität via Facebook hat sich in Österreich bereits bewährt. So ist die Facebook-Seite "Rettet die Niemetz Schwedenbomben" maßgeblich dafür verantwortlich, dass die schaumgefüllten Süßigkeiten weiterhin produziert werden. Ein Vorbild für die Ditech-Unterstützer. (sum, 16.3. 2014)

  • DiTech-Unterstützer auf Facebook. "Wir brauchen DiTech" wurde von Matthias Zronek, (overclockers.at) und Hannes Linsbauer (Gamers.at)  ins Leben gerufen
    foto: wir brauchen ditech

    DiTech-Unterstützer auf Facebook. "Wir brauchen DiTech" wurde von Matthias Zronek, (overclockers.at) und Hannes Linsbauer (Gamers.at)  ins Leben gerufen

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