Solo für eine Feuerseele

14. März 2014, 17:57
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Bertha-von-Suttner-Stück im Parlament

Wien - Den Todestag von Friedenskämpferin Bertha von Suttner, der sich im Juni zum hundertsten Mal jährt, nahm Dramatikerin Susanne Felicitas Wolf zum Anlass, eine Hommage auf die Österreicherin zu schreiben. In ihrem Theaterstück Feuerseele - Sie kämpfte für den Frieden, dessen Uraufführung im Parlamentsgebäude Wien stattfand, verwebt sie Originalzitate Suttners mit fiktivem Material.

Das als Solo konzipierte Stück wird in Form eines Monologs durch Maxi Blaha lebendig, die sowohl aus Sicht der Pazifistin spricht als auch deren Weggefährten zitiert. Auf der nur mit einem Stuhl bestückten Bühne, nimmt sie im ausladenden Seidenkleid Platz und thront anmutig zwischen zwei Marmorsäulen. Teils humorvoll äußert sich die hier dargestellte Bertha von Suttner zu ihren Lebensumständen, indem sie die Stellung von Frauen ihrer Zeit aufzeigt, da "das Denken den Männern vorbehalten" war und man nur den wenigen schreibenden Frauen männlichen Geist attestiere.

Aufgegriffen wird ihr Antikriegsroman Die Waffen nieder!, der ob seiner politischen Kritik von Verlagen abgelehnt wurde. Musikalisch begleitet werden die biografischen Episoden durch Georg Buxhofer, der die Gesangseinlagen der Schauspielerin unterstützt. Als erste Frau erhielt Suttner 1905 den Friedensnobelpreis. (Grit Breitmann, DER STANDARD, 15./16.3.2014)

22.5, 12.6. Leopold Museum Wien.

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