Wo Konsumenten der Schuh drückt

14. März 2014, 16:11
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Rund 350.000 Konsumenten suchten im Vorjahr Rat und Hilfe bei der AK, Wohnen, Geldfallen, Handy & Co sind Aufreger

Wien - Rund 350.000 Konsumenten suchten im Vorjahr Rat und Hilfe bei den Arbeiterkammern. Die Anfragen sind laut AK gegenüber 2012 leicht zurückgegangen. Der Grund: Konsumenten tappen nicht mehr so oft in die Internetabzocke- und Werbefahrten-Falle. "Unsere Informations- und Aufklärungsarbeit trägt hier langsam Früchte", sagt Gabriele Zgubic, Leiterin der AK Wien Konsumentenpolitik. Die fünf häufigsten Konsumenten-Aufreger 2013:

Beim Wohnen draufgezahlt: Fast jeder Vierte ließ sich zum Thema Wohnen beraten. Die Mieter beschwerten sich, etwa über falsche Betriebskostenabrechnungen oder zu hoch verrechnete Mieten in privaten Altbaumietwohnungen. Oder: Sie mussten mit dem Vermietern wegen des kostenpflichtigen Austauschs der defekten Therme herumstreiten.

Ärger mit Dienstleistern: 16 Prozent der Anfragen drehten sich um Probleme mit Fitnesscentern, Handwerkern oder Partnervermittleragenturen - meist enthielten die Verträge gleich mehrere ungesetzliche Klauseln zum Nachteil der Konsumenten, etwa überlange Bindungsfristen.

Beim Einkaufen "gelegt": Knapp zwölf Prozent der Beratungen hatten mit dem Einkaufen zu tun, beanstandet wurden zum Beispiel Lieferverzögerungen; mangelhafte Waren oder nicht akzeptierte Rücktrittsrechte. Vor allem werde gerne das gesetzlich zustehende Gewährleistungsrecht verweigert, heißt es seitens der AK. So werde oft auf den Hersteller verwiesen, das sei aber falsch. Für das gesetzliche Gewährleistungsrecht muss der Händler gerade stehen.

Geld-Fallen: Jeder zehnte Verbraucher hat sich mit Finanzangelegenheiten geärgert. Finanzprodukte sind meist kompliziert und unübersichtlich gestaltet. Die Werbung dagegen sei häufig irreführend verkürzt. Bei den Krediten haben die Konsumenten oft mit intransparenten Kreditangeboten oder hohen Spesen zu tun. Das betraf zuletzt vor allem die Mahnspesen bei Krediten, Spesen für die Stundung eines Kredites oder Nebenspesen bei Hypothekarkrediten, etwa Schätzkosten für die Immobilie, Kosten für die Löschung der Hypothek.

Probleme mit Handy & Co: Die Telekomanbieter nervten 8,5 Prozent der hilfesuchenden Konsumenten: Sie regten sich über irreführende Werbung auf - die als günstig beworbenen Tarife verteuerten sich über zusätzliche Kosten; Tarife änderten sich rasch; unübersichtliches Kleingedrucktes oder Kostenfallen durch WAP-Billing, also Bezahlen mit dem Handy. (red, derStandard.at, 14.3.2014)

  • Themen rund ums Wohnen beschäftigten die Konsumenten am häufigsten.
 
    foto: apa/neubauer

    Themen rund ums Wohnen beschäftigten die Konsumenten am häufigsten.

     

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