Grazer SJ-Chef wegen Hitlergruß-Beschuldigung verurteilt

14. März 2014, 15:50
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Bedingte Haft- und unbedingte Geldstrafe - Urteil nicht rechtskräftig

Graz - Wegen Verleumdung und falscher Beweisaussage ist der Grazer Vorsitzende der Sozialistischen Jugend (SJ), Sebastian Pay, am Freitag verurteilt worden. Er hatte bei einer Wahlveranstaltung Fotos von jungen Männer angeblich beim Hitlergruß gemacht. Die Ermittlungen zeigten, dass die Beschuldigung falsch war. Pay wurde zu sechs Monaten bedingter Haft und 1.440 Euro Geldstrafe verurteilt.

Die abgebildeten jungen Männer hatten nicht, wie es auf dem Foto zunächst schien, die Hand zum Hitlergruß emporgereckt, sondern sie schunkelten zu einem Lied mit und schwenkten die Arme in der Luft. Auf einem Polizeivideo war zu sehen, dass das die meisten anderen Besucher der FPÖ-Wahlveranstaltung am Grazer Hauptplatz ebenfalls getan hatten.

Pay wurde wegen Verleumdung und falscher Beweisaussage zu sechs Monaten bedingter Haft und einer unbedingten Geldstrafe von 1.400 Euro verurteilt. Er kündigte sofort volle Berufung an, Staatsanwalt Johannes Winklhofer meldete Berufung wegen der Strafhöhe an. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. (APA, 14.3.2014)

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