Türken geben jährlich Milliarden für Telefon und Internet aus

14. März 2014, 15:33
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Türkische Bevölkerung belegt im europäischen Vergleich Spitzenposition beim Telefonieren

Die Türken gehören europaweit zu den Meisttelefonierern. Auch die Zahl der Breitbandanschlüsse hat sich innerhalb von fünf Jahren mehr als vervierfacht. 2013 blätterten türkische Verbraucher mehr als 32 Milliarden Lira (10,29 Mrd. Euro) für SMS, Telefonie und Internet hin. Durchschnittlich 330 Minuten plaudert jeder Türke im Monat am Handy oder am Festnetz. Die Türkei hält damit seit drei Jahren in Folge die Spitzenposition der Meisttelefonierer in Europa.

Täglich 510 Millionen Minuten

Die meisten Gespräche werden am Mobiltelefon geführt. Der Austausch von Infos, Klatsch und Tratsch via Handy nimmt täglich 510 Millionen Minuten in Anspruch. Das Festnetz verliert hingegen an Bedeutung. Ihr Gesprächsanteil ist gegenüber 2012 um 14 Prozent gefallen. Die türkische Telekommunikationsbranche hat 2013 Gesamteinnahmen in Höhe von 32,6 Milliarden Lira eingestreift, um ihre Kunden miteinander zu verbinden. Die Wachstumsrate betrug fast 7,3 Prozent.

Vier Anbieter teilen Markt

Wie aus einem aktuell veröffentlichten Bericht der türkischen Regulationsbehörde für Informationstechnik und Kommunikation (BTK) hervorgeht, teilen sich vier große Anbieter den Kommunikationsmarktes unter sich auf: Der nationale Festnetzbetreiber Türk Telekom sowie die Mobilfunkanbieter Turkcell, Vodafone und Avea. Die Nettoumsätze der vier Branchenriesen betrugen im Vorjahr 25,9 Milliarden Lira. Das sind rund 80 Prozent des Marktes. Ein Jahr zuvor beliefen sich die Umsätze der vier Betreiber noch auf 23,8 Milliarden Lira.

Handydichte von 100 Prozent

Mit 69 Millionen Mobiltelefonen im Gebrauch liegt die Handydichte in der Türkei nach Angaben der Behörde bei 100 Prozent. Kinder im Alter bis zu neun Jahren sind in dieser Rechnung nicht berücksichtigt. Der Großteil der Mobiltelefone sind Wertkartenhandys.

Turkcell besitzt über 50 Prozent Anteile am Mobilfunkmarkt, Vodafone hält knapp 29 Prozent und Avea liegt mit fast 29 Prozent an dritter Stelle. Das Hauptgeschäft machen die drei Anbieter mit Gesprächen. Sie generieren mehr als 60 Prozent der Einnahmen. Der Rest verteilt sich auf das Versenden von Nachrichten von SMS, MMS und über das Internet.

Auch Breitband stark zugenommen

Auch die Zahl der Internetanschlüsse ist in den vergangenem fünf Jahren massiv gestiegen. Wares 2008 noch knapp sechs Millionen Türken im Besitz einer Internetverbindung, so erhöhte sich die Zahl der angemeldeten Breitbandanschlüsse im Vorjahr auf 32,6 Millionen.

Die Türken bevorzugen zudem ihr Mobiltelefon, um ins Internet zu gelangen. Mehr als 40 Millionen Türken nutzen Smartphones für das Surfen im Netz. In Folge hat die Türkei eine doppelt so hohe 3G-Nutzung wie europäische Länder. (APA, derStandard.at, 14.3.2014)

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