Die Attraktivität des Niederösterreich-Derbys

14. März 2014, 16:45
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In der Südstadt messen sich die Admira und Wr. Neustadt. Beide Teams sind im Frühjahr im Aufwind

Das niederösterreichische Bundesliga-Derby zwischen Admira Wacker Mödling und dem SC Wiener Neustadt darf aktuell als durchaus attraktiv gelten. Die Neustädter gastieren am Samstag (19.00) als zweitbeste Frühjahresmannschaft in der Südstadt. Die Admira ist im neuen Jahr ebenfalls gut aus den Startlöchern gekommen. Der Klassenerhalt ist für beide NÖ-Teams zehn Runden vor Saisonende in Griffweite.

Die Blauweißen aus Wiener Neustadt liegen nach in der Bundesliga erstmals gezeigten drei Siegen in Serie 14 Zähler vor Schlusslicht Wacker Innsbruck. Die Admira weist trotz ihres Fünf-Punkte-Abzugs sieben Punkte Vorsprung auf die Tiroler auf. Auf die Maria Enzersdorfer wartet nach dem Heim-Doppel gegen den SCWN und die Austria am 25. März die vielleicht vorentscheidende Auswärtspartie am Tivoli.

"Nach dem Innsbruck-Spiel wird einmal resümiert. Dann wird sich zeigen, wie die Tabelle aussieht. Momentan schaut es für uns besser aus, aber es kann schnell gehen", meinte Admiras Cheftrainer Walter Knaller mit Blick auf die kommenden Wochen. Diese muss die Admira ohne Spielmacher Stefan Schwab bestreiten, der nach einer Sprunggelenksverletzung noch zumindest drei Wochen ausfällt.

Der Aufschwung des niederösterreichischen Lokalrivalen ist von Admiras "Antennen" (Knaller) jedenfalls geortet worden. "Wiener Neustadt hat nun eine andere Art, Fußball zu spielen. Es wird schwieriger als gegen den WAC, da haben wir gewusst, was auf uns zukommt", sagte Knaller. In Wolfsberg gelang dem Neunten mit einem 3:2 zuletzt ein wichtiger Dreier im Rennen um den Klassenerhalt.

Die Klasse halten

Daran will die heimstarke Admira anschließen, auch wenn sie gegen Wr. Neustadt schon seit fünf Spielen auf einen Punktgewinn wartet. Die Neustädter haben in den jüngsten drei Duellen nicht einmal einen Gegentreffer kassiert. Geht es nach Heimo Pfeifenberger, soll diese Serie prolongiert werden. "Wir können wirklich mit Selbstvertrauen drauf los spielen. Wir haben einen Lauf, den wir fortsetzen wollen", erkannte der SC-Trainer.

Mit der Umstellung auf ein aktiveres, offensiveres System bewies Pfeifenberger ein gutes Händchen. Das Saisonziel Klassenverbleib scheint schon vorzeitig erreicht. "Ich denke, wir können nur noch positiv überraschen. Das ist eine neue Situation, aber eine beruhigende", erklärte der Salzburger. Zwar würden noch ein paar Punkte fehlen, "aber ich bin überzeugt, dass wir die machen".

Mit Blick auf die nächste Saison kann der SC deshalb mit den Planungen beginnen. Ein Mosaikstein ist die Verlängerung des im Juni auslaufenden Vertrags mit dem Coach. Nach einer Vorstandssitzung am Mittwoch folgte Donnerstag ein Gespräch zwischen Pfeifenberger und Club-Präsident Manfred Rottensteiner. Der 47-Jährige erbat sich danach 14 Tage Bedenkzeit. "Meine Grundbedingung ist, dass wir einen großen Teil dieser Mannschaft halten können. Das sollte man bis auf kleine Abstriche hinbekommen", war Pfeifenberger optimistisch. (APA, 14.03.2014)

Technische Daten und mögliche Aufstellungen:

FC Admira Wacker Mödling - SC Wiener Neustadt (Samstag, 19.00, BSFZ-Arena, SR Harkam). Bisherige Saisonergebnisse: 0:3 (h), 0:1 (a).

Admira: Kuttin - Zwierschitz, Windbichler, Schößwendter, Auer - Ebner - Schick, Thürauer, Toth, Domoraud - R. Schicker

Ersatz: Leitner - Katzer, T. Weber, Rusek, Schachner, Burusic, Ouedraogo, Sulimani

Es fehlen: Schwab (Sprunggelenksverletzung), Sax (krank), Drescher (nach Leisten-OP)

Wr. Neustadt: Vollnhofer - Pollhammer, Mimm, Mally, Stangl - Freitag, Säumel - Dobras, M. Koch, Rauter - Fröschl

Ersatz: Glänzer - Sereinig, Berger, Hlinka, Rakowitz, Maderner, Witteveen, Pichlmann

Es fehlen: Denner, Siebenhandl (nach Verletzungen im Mannschaftstraining), Angeler, Schöpf (beide verletzt)

 

  • In der Südstadt werden Zuseher erwartet.
    foto: apa/punz

    In der Südstadt werden Zuseher erwartet.

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