"Falsche Zahlen": Verwerter kritisieren Gegner der Festplattenabgabe

18. März 2014, 17:14
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Austromechana und Literarmechana kritisieren Rechnung der "Plattform für modernes Urheberrecht"

Die Verwertungsgesellschaften Austromechana und Literarmechana haben zur einer Rechnung der "Plattform für ein modernes Urheberrecht" Stellung bezogen. Die Initiative aus Herstellern und Händlern hatte vorgerechnet, dass die Festplattenabgabe Familien mit 25 Geräten über 600 Euro kosten könnte. Das bezeichnen die Verwertungsgesellschaften als "schlichtweg falsch" und "eine glatte Irreführung". 

Überhöhte Tarife

Die Tarife für Drucker und Scanner seien niedriger als von den Gegner vorgerechnet. Die von der Plattform angegebenen 67,20 Euro für einen Drucker mit Kopierfunktion würde nur anfallen, wenn der Preis des Geräts deutlich über 1.000 Euro liege. Der Tarif für diese Geräte sei preisabhängig.

"Keine Tarife auf Spielekonsolen"

Die Zahlen würden auch nicht den Tarifrabatt für die Speicherung urheberrechtlich nicht geschützter Inhalte berücksichtigen. Zudem bestehe laut den Verwertungsgesellschaften keine Abgabenpflicht auf Navigationsgeräte und Spielekonsolen. Allerdings gibt es sehr wohl Navigationsgeräte mit integriertem MP3-Player und Speicher sowie Spielekonsolen mit Festplattenspeicher, auf denen beispielsweise auch Musik abgespielt werden kann. (red, derStandard.at, 18.3.2014)

 

  • Die Verwertungsgesellschaften kritisieren die Festplattenabgaben-Rechnung der "Plattform für ein modernes Urheberrecht".
    foto: apa/dpa

    Die Verwertungsgesellschaften kritisieren die Festplattenabgaben-Rechnung der "Plattform für ein modernes Urheberrecht".

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