Leitbörsen in Fernost schließen uneinheitlich

17. März 2014, 12:50
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Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag uneinheitlich geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 49,99 Zähler oder 0,35 Prozent auf 14.277,67 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong gab um 65,54 Zähler (plus 0,30 Prozent) auf 21.473,95 Einheiten nach. Der Shanghai Composite verteuerte sich dagegen um 19,33 Punkte oder 0,96 Prozent auf 2.023,67 Punkte.

Uneinheitlich waren auch die Entwicklungen in Australien und Singapur. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.092,14 Zählern mit einem Plus von 18,42 Punkten oder 0,60 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney verzeichnete ein leichtes Minus von 11,9 Zählern oder 0,22 Prozent auf 5.335,20 Einheiten.

Belastet von der Abstimmung auf der Halbinsel Krim, bei der erwartungsgemäß 95 Prozent der Bewohner für eine Eingliederung in Russland votierten, kamen auch noch zusätzlich drückende Nachrichten aus China. Die Analysten von verschiedenen Großbanken reduzierten ihre Wachstumsprognosen für China nach den zuletzt enttäuschenden Wirtschaftsdaten. Erst am Freitag wurde veröffentlicht, dass die chinesische Industrieproduktion so langsam wie schon seit fünf Jahren nicht mehr zugelegt hatte.

Beflügelnd wirkte dagegen die Entscheidung der Volksrepublik, die Handelsspanne für den Yuan auszuweiten. Die Bandbreiten gegenüber dem US-Dollar wurden von den chinesischen Verantwortlichen verdoppelt.

In Tokio gewannen Titel von Softbank kräftig dazu, nachdem die chinesische Beteiligung Alibaba einen Börsengang ankündigte, der bis knapp an die Größe von Facebook 2012 heranreichen könnte. Der größte chinesische Online-Händler will in den USA notieren und mit einem Volumen von 15 Mrd. Dollar fast an das Volumen von Facebook mit 16 Mrd. Dollar herankommen. Alibaba hatte lange Zeit mit der Börse in Hong Kong verhandelt und sich letztlich dennoch für New York entschieden. Die Börse in Hong Kong hatte aufgrund seines Börsenrechts Probleme mit der Führungsstruktur von Alibaba geäußert. Titel des mit schätzungsweise 37 Prozent an Alibaba beteiligten Telekommunikationsunternehmens Softbank schossen um 4,93 Prozent nach oben und beendeten den Handel bei 8.110 Yen.

Dem chinesischen Internet-Unternehmen Tencent wurde von der chinesischen Zentralbank das geplante Geschäft mit virtuellen Kreditkarten verboten. Die chinesische Regierung versucht weiterhin das Finanzsystem strenger zu regulieren. Tencent-Werte notierten um 3,10 Prozent unter dem Freitagswert bei 546,50 Hong Kong Dollar. (APA, 17.3.2014)

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