UNO: Syrien-Konflikt verursacht größtes Flüchtlingsdrama der Welt

14. März 2014, 06:36
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Zweieinhalb Millionen Syrer ins Ausland geflohen, sechseinhalb Millionen Vertriebene im Land

Damaskus/New York - Mit mehr als neun Millionen Vertriebenen hat der Bürgerkrieg in Syrien das weltweit bisher größte Flüchtlingsdrama verursacht. Seit dem Ausbruch des Konflikts vor drei Jahren flohen nach UN-Angaben mehr als zweieinhalb Millionen Syrer ins Ausland, weitere sechseinhalb Millionen seien zu Vertriebenen im eigenen Land geworden.

Insgesamt seien das bereits mehr als 40 Prozent der Bevölkerung, hieß es in einer am Freitag veröffentlichten Erklärung des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR). Mindestens die Hälfte der vom Krieg vertriebenen Syrer seien Kinder.

56.000 beantragten in Europa Asyl

"Dass sich eine derartige humanitäre Katastrophe vor unseren Augen abspielt, ohne dass es nennenswerte Fortschritte bei Versuchen gibt, das Blutvergießen zu stoppen, ist unglaublich", sagte UN-Flüchtlingskommissar António Guterres. Es dürften keine Mühen gescheut werden, die Leiden dieser unschuldigen Menschen zu lindern.

Angesichts der weiterhin nur geringen Aussichten auf eine politische Lösung rechne die Hilfsorganisation damit, dass sich noch viel mehr Menschen zur Flucht gezwungen sehen werden. Immer mehr Syrer würden zudem auch außerhalb der Region um Aufnahme bitten. In Europa hätten seit Beginn des Konflikts 56.000 Syrer Asyl beantragt, die meisten von ihnen in Schweden und Deutschland. (APA, 14.3.2014)

  • Syrische Flüchtlinge in Jordanien.
    foto: apa

    Syrische Flüchtlinge in Jordanien.

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