Zocker in britischen Banken bangen um Boni

13. März 2014, 16:07
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Notenbank will rückwirkend Prämien kürzen

London - Die britische Notenbank (BoE) will mit strengen Regeln Zocker in Finanzinstituten zur Rückzahlung ihrer Boni zwingen. Nach einer am Donnerstag vorgestellten neuen Vorschrift sollen Bank-Manager und ihre Vorgesetzten rückwirkend Sonderzahlungen verlieren, wenn sie sich eines schweren Fehlverhaltens schuldig gemacht haben.

Die Banker müssen demnach künftig noch sechs Jahre nach dem Einstreichen der Prämie damit rechnen, dass sie wieder einkassiert wird. Die Arbeitsverträge sollen nach den Plänen der Notenbank um eine Klausel ergänzt werden, wonach das Geld auch noch lange nach einer Kündigung zurückgefordert werden kann.

Laut BoE-Vize Andrew Bailey zielt die Regel auf Banker, die die Stabilität ihres Finanzinstituts in Gefahr gebracht oder sich auf sonstige Weise "unangemessen verhalten" haben. Die Vorschrift soll nun zunächst zwei Monate öffentlich beraten werden. Sie wird voraussichtlich Anfang 2015 greifen und damit bereits für die Bonus-Zahlungen aus dem laufenden Jahr gelten.

Der britische Bankenverband, dem Schwergewichte der Branche wie HSBC und Barclays angehören, begrüßte die Regel grundsätzlich. Dennoch seien die praktischen Probleme nicht zu unterschätzen, bereits ausgezahlte Prämien wieder zurückzubekommen. (APA/Reuters, 13.3.2014)

  • Die neue Boni-Regelung wird voraussichtlich Anfang 2015 greifen.
    foto: apa/epa/andy rain

    Die neue Boni-Regelung wird voraussichtlich Anfang 2015 greifen.

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