Hartmann bestreitet ungerechtfertigte Zahlungen

13. März 2014, 11:09
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Laut Prüfbericht noch zumindest 4.238,62 Euro an Zahlungen für entlassenen Direktor offen

Wien - Der entlassene Direktor des Wiener Burgtheaters, Matthias Hartmann, hat am Donnerstag den Erhalt ungerechtfertigter Zahlungen bestritten. "Sämtliche Zahlungen basieren auf einer vertraglichen Grundlage", hieß es seitens seiner Anwälte. Laut eines Prüfberichts seien noch 4.238,62 Euro für Hartmann ausständig. Die Rechtsanwälte schießen sich indes auf Bundestheater-Holdingchef Georg Springer ein.

Wie Hartmanns Rechtsvertreter am Donnerstag in mehreren Medien hervorhoben, habe der ehemalige Künstlerische Geschäftsführer gegenüber Springer wiederholt die Abschreibungspraxis von Silvia Stantejsky angeprangert und gebeten, sie als Kaufmännische Geschäftsführerin abzulösen. Schon vor Hartmanns Amtszeit in Wien habe es zudem eine ausdrückliche Empfehlung einer Personalberatung gegeben, Stantejsky nicht als Geschäftsführerin zu installieren, wie Hartmanns Anwältin Katharina Körber-Risak in der "Presse" betonte. Springer habe sich damals dennoch - "gegen die objektive Empfehlung der Fachleute" - für Stantejsky entschieden.

Kritik an Springer

Entsprechend werde sich Hartmann vor Gericht auf "den Kenntnisstand des Alleineigentümervertreters Dr. Springer" berufen, wie Anwalt Georg Schima ergänzte. Denn wenn der Alleingesellschafter von Missständen wisse und diese nicht abstelle, bedeute dies eine Pflichtverletzung. Springers Rückzug aus den Aufsichtsräten der Holding-Töchter sei außerdem "Augenauswischerei", schließlich könne er als Holding-Chef die Aufsichtsratsentscheidungen jederzeit überstimmen.

Hartmann wird den Angaben zufolge bis Ende der Woche die Klage gegen seine Entlassung einbringen lassen und darin die Erklärung seiner Unschuld sowie die Zahlung seines Gehalts bis Ende August 2019 einfordern. Bis zum Stichtag 7. März 2014 sei gemäß eines Berichts der Wirtschaftstreuhänder Steirer, Mika & Comp, die mit der Überprüfung aller Zahlungen an Hartmann seit Beginn seiner Tätigkeit betraut war, keine Zahlung außerhalb der vertraglichen Grundlage ergangen. Der Kassasturz ergebe bis zu diesem Zeitpunkt vielmehr einen offenen Saldo von zumindest 4.238,62 Euro. (APA, 13.3.2014)

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