Libyen: Nordkorea dementiert Verantwortung für illegale Ölladung

13. März 2014, 09:16
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Das Schiff, das Öl von Separatisten erworben habe, werde von ägyptischem Unternehmen betrieben

Tripolis/Pjöngjang - Nordkorea hat jede Verantwortung für einen unter seiner Flagge fahrenden Tanker von sich gewiesen, der in Libyen illegal Öl von Separatisten erworben hatte. Das Schiff werde von einem ägyptischen Unternehmen betrieben, berichteten die Staatsmedien am Donnerstag unter Berufung auf die Schifffahrtsbehörde.

Dem Tanker sei es "vorübergehend gestattet, die Flagge der Volksrepublik (Nordkorea) sechs Monate lang zu nutzen". Das sehe ein Vertrag zwischen dem Unternehmen Golden East Logistics in Alexandria und Nordkorea vor.

Der Tanker hatte am Dienstag den libyschen Hafen Al-Sidra mit der Ölladung verlassen. Das Geschäft war von einer Separatistenbewegung eingefädelt worden. Die selbst ernannte "Autonomieregierung" hatte das Öl an der staatlichen Ölgesellschaft vorbei verkauft. Der mittlerweile entmachtete Regierungschef Ali Seidan hatte daraufhin mit einem Angriff der Marine auf das Schiff gedroht.

Nach der Unterrichtung durch libysche Behörden habe Nordkorea dem Unternehmen Vertragsbruch vorgeworfen, hieß es weiter aus Pjöngjang. Die Besatzung sei aufgefordert worden, den Hafen ohne Öl zu verlassen. Nordkorea habe dem Schiff die Registrierung entzogen. "Daher hat das Schiff zurzeit nichts mit der Volksrepublik zu tun." (APA, 13.3.2014)

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