Post-Bilanz: Dividende soll leicht steigen

13. März 2014, 09:08
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Die Österreichische Post profitiert von Wahlen und Onlinehandel. Post-Chef Pölzl nimmt sich für 2014 eine Verbesserung des Betriebsergebnisses vor

Wien - Die Österreichische Post hat ihren operativen Gewinn im vergangenen Jahr dank des wachsenden Paketgeschäfts leicht gesteigert. Das Betriebsergebnis legte bei einem stagnierenden Umsatz von 2,4 Milliarden Euro um zwei Prozent auf 186 Millionen Euro zu, wie das teilstaatliche Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Zwar machten der Post auch weiterhin das schrumpfende Briefgeschäft zu schaffen, weil Firmen und Privatpersonen immer mehr E-Mails schreiben. Doch im vergangenen Jahr profitierte die Firma von der Flut an Informationsschreiben für die Parlamentswahlen und eine Volksbefragung.

"Wir können mit unserer Performance im Jahr 2013 zufrieden sein", zog Post-Chef Georg Pölzl Resümee über das Jahr 2013. Zum Ausblick meinte er, die Post peile weiterhin eine stabile Umsatzentwicklung an, bei der Hauptversammlung solle eine Dividende von 1,90 Euro (zuletzt 1,80 Euro) vorgeschlagen werden. Das EBITDA-Margenziel liege weiterhin bei 10 bis 12 Prozent.

Online-Handel beflügelt

Zudem beflügelt der boomende Online-Handel das Geschäft: Viele Kunden bestellen ihre Waren verstärkt bei Anbietern wie Amazon im Internet - ausgeliefert werden sie dann von der Post. Der Nettogewinn stagnierte im vergangenen Jahr bei 124 Millionen Euro. Die Aktionäre sollen dennoch eine um zehn Cent auf 1,90 Euro erhöhte Dividende erhalten. Davon profitiert auch der österreichische Staat, der 52,8 Prozent an der Firma hält und damit Dividenden von insgesamt knapp 70 Millionen Euro erhält.

"Auch in Zukunft werden wir das Wachstum im Paketgeschäft und im internationalen Geschäft forcieren, um die Rückgänge durch das sinkende Briefvolumen zu kompensieren", sagte Firmenchef Georg Pölzl. Im laufenden Jahr will die Firma ihr Betriebsergebnis bei einem stabilen Umsatz weiter steigern. Dabei helfen könnte auch der Stellenabbau: Die Post hatte bereits angekündigt, im laufenden und im kommenden Jahr 200 bis 400 Stellen zu streichen. Gelingen soll das, indem frei werdende Stellen nicht nachbesetzt werden.

Auch die Deutsche Post erhofft sich durch den boomenden Online-Handel und dank einer Portoerhöhung im laufenden Jahr einen Gewinnzuwachs. (Reuters, 13.3.2014)

  • Post-Chef Pölzl zog eine zufriedene Bilanz 2013
    foto: apa/techt

    Post-Chef Pölzl zog eine zufriedene Bilanz 2013

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