Patente: Apple will 40 Dollar pro Gerät von Samsung

12. März 2014, 14:51
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Konkurrent soll Kosten mit Preiserhöhungen abfangen – Kritik von Patentrechtsexperten

Zwischen Apple und Samsung bahnt sich ein weiteres Verfahren bezüglich mutmaßlich verletzter Patente an. Der iPhone-Hersteller zieht abermals gegen seinen koreanischen Konkurrenten vor Gericht und fordert, dass dieser künftig pro verkauften Gerät 40 Dollar (derzeit rund 29 Euro) an Lizenzgebühren zahlen soll.

Ergebnis "rationaler" Verhandlung

In der kommenden Auseinandersetzung geht es um fünf Patente im Bereich Software, darunter die Autocomplete, eine einheitliche Suchfunktion und Slide-to-Unlock. Nach Ansicht von Apple fordere man einen gerechten Betrag für den Verdienstentgang, der auch bei einer "rationalen" Verhandlung zwischen beiden Unternehmen am Ende als Ergebnis herauskommen würde. Samsung, so zumindest die Hypothese, könne seine Preise erhöhen, um diese Kosten zu kompensieren, fasst Geek.com zusammen.

Kritik

Dass Samsung dieser Ansicht folgen wird, ist nicht zu erwarten. Dementsprechend könnte hier einmal mehr ein längeres Verfahren ins Haus stehen. Kritik für die von Apple gestellten Ansprüche gibt es unter anderem vom Patentrechtsexperten Florian Müller, der die Forderung von Lizenzabgaben an Samsung aber prinzipiell als berechtigt ansieht.

Umgerechnet acht Dollar pro Patent und Smartphone bzw. Tablet sei aber nicht nur viel zu hoch angesetzt, sondern auch nicht kohärent mit dem bisherigen Vorgehen von Apple bei derartigen Streitigkeiten. (red, derStandard.at, 12.03.2014)

  • Für fünf Patente, die Apple durch Samsung verletzt sieht, solle der Konkurrent 40 Dollar an Lizenzgebühren pro verkauftem Smartphone oder Tablet entrichten.
    foto: ap

    Für fünf Patente, die Apple durch Samsung verletzt sieht, solle der Konkurrent 40 Dollar an Lizenzgebühren pro verkauftem Smartphone oder Tablet entrichten.

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