Lukas Bärfuss erhält Solothurner Literaturpreis

12. März 2014, 13:40
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Schweizer Schriftsteller und Dramaturg nähere sich wichtigen Themen "mit persönlicher Dringlichkeit und ohne Scheu"

Bern - "Gesellschaftlich-politische Brisanz und literarische Prägnanz": Der in Thun aufgewachsene Zürcher Schriftsteller Lukas Bärfuss ("Hundert Tage") erhält den Solothurner Literaturpreis 2014. Die Auszeichnung ist mit 20.000 Franken (16.427,11 Euro) dotiert. Der 43-Jährige Autor für sein "bereits beachtliches Oeuvre" ausgezeichnet, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung der Solothurner Literaturtage.

Bärfuss verfasste bisher eine Novelle, zwei Romane und 17 Theaterstücke. Sein jüngstes Werk, der Roman "Koala", in dem der Suizid seines Bruders thematisiert wird, ist eben erst erschienen. Bärfuss "nähert sich den großen Themen unserer Existenz, den Verwerfungen im Zwischenmenschlichen ebenso wie im Gesellschaftlichen mit persönlicher Dringlichkeit und ohne Scheu", so die Jury mit Hans Ulrich Probst, Christine Tresch und Beat Mazenauer in ihrer Erklärung zur Preisvergabe.

Wichtige Stimme im aktuellen Schweiz-Diskurs

Bärfuss trete auch immer wieder mit pointierten Essays und Debattenbeiträgen an die Öffentlichkeit, hieß es weiter: "Er hat sich als eine der wichtigsten Stimmen im aktuellen Diskurs um die Entwicklung der Schweiz profiliert." Die Preisverleihung findet während der Solothurner Literaturtage am Sonntag, 1. Juni, statt.

Der Solothurner Literaturpreis wird seit 1994 jedes Jahr "für hervorragende literarische Leistungen an deutschsprachige Autorinnen und Autoren" verliehen. Bisherige Preisträger waren unter anderem Klaus Merz, Christoph Hein, Juli Zeh und zuletzt Franz Hohler. (APA, 12.3.2014)

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