Königstorfer: Keine Folgen für Spielbetrieb

12. März 2014, 11:27
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Premieren und aktuelle Inszenierungen sollen wie geplant über die Bühne gehen

Wien - Die Entlassung von Matthias Hartmann als Burgtheaterdirektor hat keinen Einfluss auf den Spielbetrieb der "Burg". Premieren und aktuelle Inszenierungen würden unbeeindruckt von personellen und finanziellen Entscheidungen über die Bühne gehen, versicherte der Kaufmännische Geschäftsführer Thomas Königstorfer am Mittwoch im Ö1-"Frühjournal". Auch der Spielplan der kommenden Saison bleibe aufrecht.

Königstorfer, der als Nachfolger der später als Vize-Direktorin entlassenen Kaufmännischen Geschäftsführerin Silvia Stantejsky vom Linzer Landestheater nach Wien ans Burgtheater wechselte, wollte gegenüber dem ORF-Radio die Entlassung seines Kollegen nicht kommentieren, die Situation sei für das gesamte Personal schwierig, aber: "Theater ist etwas Langfristiges. Es sind die Leitungsteams und die Produktionen für die kommende Saison im Wesentlichen vorgeplant und der Spielplan für diese Saison ist eingetaktet und das Team arbeitet natürlich auch in dieser Situation weiter."

Die Burgtheater-Premiere von Hans Henny Jahnns "Die Krönung Richards III." in der Regie von Frank Castorf am Mittwoch soll indes 5 Stunden 40 Minuten (mit zwei Pausen) dauern. Ob Hartmanns Regie-Projekt "Der falsche Film" wie geplant am 6. April im Akademietheater zur Uraufführung gelangt, scheint indes weiter offen.

Die Letztentscheidung über die kommende Saison (geplant ist auch eine Hartmann-Regie von Karl Kraus' "Die letzten Tage der Menschheit" in einer Koproduktion mit den Salzburger Festspielen) liege laut Königstorfer bei der zu findenden interimistischen Künstlerischen Geschäftsführung, die bereits bis zur nächsten Aufsichtsratssitzung kommende Woche gefunden werden soll. "Und ich hoffe dass wir hier dann auch zu Entscheidungen kommen, die im Sinne des Hauses aber auch im Sinne der Eigentümer sind." (APA, 12.3.2014)

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