Fernost-Börsen schließen einheitlich im Minus

12. März 2014, 11:45
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Krim-Krise, negative Vorgaben und gestiegener Yen belasten

Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Mittwoch einheitlich mit Kursverlusten geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um deutliche 393,72 Zähler oder 2,59 Prozent auf 14.830,39 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong gab um 367,66 Zähler (minus 1,65 Prozent) auf 21.901,95 Einheiten nach. Der Shanghai Composite büßte 3,47 Punkte oder 0,17 Prozent auf 1.997,69 Punkte ein.

Mit Verlusten schlossen auch die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.097,43 Zählern mit einem Minus von 31,97 Punkten oder 1,02 Prozent. Der besonders rohstoffabhängige All Ordinaries Index in Sydney verlor 28,8 Zähler oder 0,53 Prozent auf 5.400,50 Einheiten.

Sorgen um die chinesische Konjunktur, die anhaltende Krim-Krise sowie ein starker Yen haben die asiatischen Börsen zur Wochenmitte unter Druck gebracht. Am Donnerstag anstehende Daten zu Chinas Einzelhandel und Industrieproduktion könnten weitere Hinweise auf eine schwächelnde Wirtschaft liefern, sagten Marktbeobachter.

Zudem gebe es Schieflagen am Rohstoffmarkt, hieß es weiter. Jüngst hatte die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft einen überraschend deutlichen Rückgang ihrer Exporte berichtet. Darüber hinaus machten sich die Anleger angesichts eines weiteren Unternehmens mit finanziellen Problemen zunehmend Sorgen. Erst vergangene Woche hatte der erste Ausfall einer chinesischen Unternehmensanleihe für Schlagzeilen gesorgt: Dem Solarunternehmen Shanghai Chaori Solar Energy war es nicht gelungen, fällige Zinszahlungen zu leisten. Von Analysten hieß es, dies könnte erst die Spitze des Eisbergs sein.

Die Aktien von ChinaVision verdreifachten in Hongkong fast ihren Wert, nachdem die IT-Firmengruppe Alibaba Group angekündigt hatte, sie wolle umgerechnet 804 Millionen US-Dollar für eine Kontrollmehrheit bei dem Unternehmen zahlen. Alibaba ist bereits an ChinaVision beteiligt.

In Tokio belastete die starke Landeswährung Yen insbesondere die exportstarken Unternehmen. Für die Aktien des Autobauers Toyota ging es um 1,95 Prozent bergab. Die Titel der Reederei Nippon Yusen K.K. verloren 4,00 Prozent. Bei Sumitomo Metal Mining sorgte ein mehrjähriges Preistief bei Kupfer aufgrund des erwarteten Nachfragerückgangs aus China für Kursverluste von 4,04 Prozent. (APA, 12.3.2014)

 

 

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