Das beste Stück ... nachgefragt bei Stefanie Herkner

Kolumne16. März 2014, 15:17
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Michael Hausenblas fragt die Wirtin Stefanie Herkner, warum diese beiden Löffel so unglaublich wichtig sind

"Mit diesen beiden Löffeln hat schon mein Vater gekocht. Ihre Form ist sehr speziell, sie sind größer und spitzer als andere Löffel. Mit ihnen forme ich unsere Grießnockerln. Dabei kommt es vor allem auf einen schnellen Dreh an, der nur mit diesen beiden Löffeln wirklich gut hinzukriegen ist.

Wenn die verschwunden sind, und das kann schon einmal vorkommen, dann ist das ein Drama. Einmal war einer länger nicht auffindbar, und ich musste einen anderen Löffel verwenden. Ich hatte geradezu Angst um die Grießnockerln. Man könnte durchaus von Aberglauben sprechen.

Die Löffel sind noch aus der Jugendstilzeit und aus ganz gewöhnlichem Edelstahl, es ist noch nicht einmal eine Marke oder sonst etwas eingraviert. Ich hab schon auf vielen Flohmärkten nach ähnlichen gesucht, aber bis heute leider keine gefunden.

Kurzum: Diese zwei Kochgehilfen gehören definitiv zum Wirtshaus dazu." (Michael Hausenblas, Rondo, DER STANDARD, 14.3.2014)

Stefanie Herkner ist Wirtin im Gasthaus "Zur Herknerin", Wiedner Hauptstr. 36, 1040 Wien

www.zurherknerin.at

  • Nur mit diesen Löffeln werden die Grießnockerln perfekt.
    foto: nathan murrell

    Nur mit diesen Löffeln werden die Grießnockerln perfekt.

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