Wilderer dezimierten Nashorn-Population in Simbabwe um zwei Drittel

11. März 2014, 15:51
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Vor zwanzig Jahren lebten noch über 2000 Tiere in dem afrikanischen Land

Harare - Durch Wilderer ist die Zahl der Nashörner in Simbabwe innerhalb von 20 Jahren um zwei Drittel zurückgegangen. Inzwischen seien nur noch rund 750 Tiere übrig, sagte der Chef der simbabwischen Nationalparkverwaltung, Geoffreys Matipano, am Dienstag.

Die traditionelle asiatische Medizin schreibt dem Nashorn starke heilende sowie aphrodisierende Wirkung zu, obwohl es wie menschliche Fingernägel ausschließlich aus Keratin besteht. Besonders gefragt ist das Horn in China sowie in Vietnam und Laos. Es gilt in Asien auch als Statussymbol. Für die Hörner werden deshalb hohe Preise gezahlt.

In Südafrika töteten Wilderer im vergangenen Jahr mehr als tausend Nashörner - 50 Prozent mehr als im Jahr 2012. Südafrika geht gegen die Wilderei inzwischen mit Drohnen und ausgedehnten Patrouillen vor. Die Wilderer scheinen den Sicherheitskräften aber stets einen Schritt voraus zu sein. (APA, 11.3.2014)

  • Der Kadaver eines Elefanten, der in Simbabwe aus einem von Wilderern vergifteten Wasserloch getrunken hatte.
    foto: reuters/philimon bulawayo

    Der Kadaver eines Elefanten, der in Simbabwe aus einem von Wilderern vergifteten Wasserloch getrunken hatte.

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