US-Senat: CIA hat Computer von Ausschuss manipuliert

11. März 2014, 15:13
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Ausschussvorsitzende Dianne Feinstein wirft CIA Spionage und Manipulation von Rechnern vor, die von US-Senatoren benutzt wurden

Dianne Feinstein, demokratische Senatorin und Vorsitzende des US-Geheimdienstausschusses, hat der CIA öffentlich vorgeworfen, Computer ausspioniert zu haben, die von Ausschussmitgliedern während der Untersuchung zu CIA-Foltermethoden benutzt worden sind. Der Auslandsgeheimdienst habe, so Feinstein, "möglicherweise die Verfassung gebrochen."

Dokumente entfernt

Bereits vor Wochen waren Medienberichte aufgetaucht, wonach die CIA Computer von Senatoren ausgespäht hatte. Durch Feinstein wird dies nun offiziell bestätigt. Sie zögere zwar, dies offen auszusprechen, es sei allerdings nötig, Klarheit herzustellen. Feinstein führt weiter aus, dass die CIA auch Dokumente von den Rechnern entfernt habe.

Echo von Watergate

Laut Washington Post werde damit ein Diskurs öffentlich, der hinter den Kulissen bereits seit Wochen heftig am Kochen war. Die Computer sollen dabei von der CIA zur Verfügung gestellt worden sein, um die Ermittlungen der Senatoren wegen Foltervorwürfe gegen den Geheimdienst zu überprüfen. Ein Poster auf der Washington Post-Website hört bereits ein "Echo von Watergate" durch die Geschehnisse. (fsc, derStandard.at, 11.3.2014)

  • Dianne Feinstein, demokratische Vorsitzende des Geheimdienstausschusses, attackiert die CIA
    foto: ap/scott applewhite

    Dianne Feinstein, demokratische Vorsitzende des Geheimdienstausschusses, attackiert die CIA

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