Diät-Werbung: TV-Moderatorin droht Facebook mit Klage

11. März 2014, 09:39
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Kam ohne Zustimmung in Einschaltungen vor – Verantwortlichkeit zu klären

Weil sie in einer auf Facebook geschalteten Werbung als Testimonial für eine Diätpille aufgetaucht war, zieht die beim luxemburgischen TV-Sender RTL tätige Moderatorin Tine Wittler nun gegen das soziale Netzwerk vor Gericht. Denn, so sagt sie, sie habe mit dem Schlankheitsmittel nichts zu tun.

Mit Hilfe der Kapseln soll Wittler 20 Kilogramm abgenommen haben, hieß es in den Sujets. "Diätmittel würde ich für kein Geld der Welt bewerben", wird sie im Spiegel zitiert. In Auftrag gegeben wurde die Werbung vom Hersteller oder einem Vertreiber der Pillen, ausfindig machen lässt sich dieser aber nur schwer.

Werbung wurde gelöscht und tauchte wieder auf

Es handelt sich nicht um den ersten Vorfall dieser Art. Schon einmal war Werbung mit Wittler auf Facebook aufgetaucht, ehe ihr Anwalt Anfang 2013 eine Löschung bewirkte. Rund sechs Monate später tauchten die gleichen Einschaltungen in leicht modifizierter Version wieder auf, weswegen Facebook sich nun per Unterlassung verpflichten soll, in Hinkunft derlei Werbekampagnen gar nicht erst freizuschalten. Lässt das Unternehmen die Frist verstreichen, dürfte es zu einer Klage kommen.

Verantwortung zu klären

Das bedeutet, dass das Gericht praktisch feststellen müsste, in wieweit Facebook als Trägermedium für die von Dritten konzipierte Werbung auf seiner Plattform verantwortlich gemacht werden kann, auch wenn diese nicht auf den ersten Blick klar ersichtlich gegen die Nutzungsbedingungen verstößt. Auf diese verweist Facebook auch in diesem Falle, denn man würde bereits jetzt "eine Vielzahl von Werkzeugen" nutzen, um irreführende, problematische und falsche Inhalte zu finden. (red, derStandard.at, 11.03.2014)

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