Colorado verdiente im Jänner zwei Millionen Dollar an Marihuana

11. März 2014, 09:27
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Gouverneur Hickenlooper rechnete mit noch höheren Einnahmen - Zweitägige Konferenz in Wien zu UN-Drogenaktionsplan

Denver (Colorado) - Durch Geschäfte mit Kiffern hat der US-Staat Colorado nach der Legalisierung von Marihuana allein im Jänner rund zwei Millionen Dollar (1,4 Millionen Euro) an Steuergeldern eingenommen. Hochgerechnet bedeuten die Zahlen der zuständigen Steuerbehörde vom Montag, dass Händler im Jänner Gras im Wert von etwas mehr als 14 Millionen Dollar (10 Millionen Euro) an die Kunden brachten.

Gouverneur John Hickenlooper hatte allerdings mit noch höheren Einnahmen gerechnet. In Colorado dürfen Bürger über 21 Jahre seit Jahresbeginn legal Marihuana kaufen und konsumieren. Cannabis-Aktivisten hatten jahrelang für die Freigabe gekämpft.

"Keine Lösung"

Für den geschäftsführenden Direktor des Uno-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC), Juri Fedotow, ist Legalisierung von Cannabis allerdings keine Lösung des weltweiten Drogenproblems. Cannabis ist für Fedotow eine Einstiegsdroge, denn "niemand beginnt eine Drogensucht mit Heroin".

Dem Argument, dass Alkohol und Tabak erlaubte Rauschmittel seien, konterte er mit dem Hinweis, dass diese beiden Substanzen jährlich 2,5 beziehungsweise fünf Millionen Tote forderten. Zumindest 300.000 Tote seien durch den direkten Konsum von illegalen Drogen zu beklagen.

Konferenz in Wien

In Wien findet ab 13. März eine zweitägige Konferenz zur Auswertung des 2009 beschlossenen Aktionsplans der UN-Suchtstoffkommission statt. Fedotow erwartet 1500 hochrangige Vertreter der Mitgliedsstaaten und der Zivilgesellschaft in der Uno-City. 

Der Aktionsplan beinhaltet das Ziel, Drogenkonsum und -produktion bis 2019 weltweit einzuschränken und die sozialen und gesundheitlichen Rahmenbedingungen für die Suchtgiftbekämpfung zu stärken. Der UNODC-Exekutivdirektor bezeichnete die zweitägige Konferenz als Meilenstein vor der nächsten Sondersitzung der Uno-Generalversammlung im Jahr 2016, bei der weitere globale Lösungsansätze für das Drogenproblem gefunden werden sollen. (APA/red, 11.3.2014)

  • Die Legalisierung von Cannabis spült Geld in die Kassen Colorados.
    foto: reuters/rick wilking/files

    Die Legalisierung von Cannabis spült Geld in die Kassen Colorados.

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