Mt. Gox-Chef soll über Briefkastenfirmen Millionenbeträge bewegt haben

11. März 2014, 08:52
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Bitcoin-Börse meldet auch in den USA Insolvenz an, laut Kritikern sei dies Teil des Betrugs

Mt. Gox hat am Montag offiziell in den USA Insolvenz angemeldet. Damit werden Klagen gegen die Bitcoin-Börse vorerst unterbrochen. Zahlreiche Händler hatten dem japanischen Unternehmen vorgeworfen, in betrügerische Handlungen verwickelt zu sein und gemeinsam Anklage erhoben.

Server beschlagnahmt

Mt. Gox hatte bereits im Februar in Japan Insolvenz angemeldet, nachdem es über 750.000 Bitcoins, die Kunden zwischengelagert hatten, angeblich bei einer Hacker-Attacke verloren hatte. Der Richter im US-Verfahren gegen Mt. Gox wurde aufgefordert, die US-Server der Bitcoin-Börse zu beschlagnahmen und das Firmenvermögen in einen Fonds für die Opfer des Betrugs umzuwandeln.

Fehler im Bitcoin-Algorithmus

"Dieser Fall zeigt einen massiven Betrug", so Steven Woodrow, einer der Anwälte, der Kunden der Börse vertritt, während der Anhörung. Mt. Gox macht in Prozessunterlagen erneut Hacker-Angriffe für die Verluste verantwortlich, schuld seien Fehler im Algorithmus von Bitcoin.

Bitcoins bewegt

Ein anderer Kläger behauptete indes, dass Mt. Gox-Chef Mark Karpeles in den vergangenen Tagen "Bitcoins im Wert von hunderten Millionen Dollar" bewegt haben soll. Dessen Anwälte wiesen darauf hin, dass dies im Einklang mit der Insolvenz in japan stehe.

Briefkastenfirmen

Unterdessen wurde bekannt, dass Karpeles eine Vielzahl an Briefkastenfirmen in den USA angemeldet hatte, etwa "Mutum Sigullum". Der lateinische Firmenname bedeutet übersetzt „wertloses kleines Symbol", durch die Firma soll Karpeles Geldbeträge geschleust haben. (Reuters/fsc, derStandard.at, 11.3.2014)

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  • Mt.Gox-Chef Mark Karpeles bei einer Pressekonferenz Mitte Februar
    foto: reuters/kyodo

    Mt.Gox-Chef Mark Karpeles bei einer Pressekonferenz Mitte Februar

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