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Klarer Vorteil in der Praxisorientierung

17. März 2014, 00:00

Im Herbst startet, vorbehaltlich der Akkreditierung durch die AQ Austria, der neue Bachelor-Studiengang Maschinenbau. Wir sprachen mit dem provisorischen Studiengangsleiter FH-Prof. DI Dr. Erich Markl

Warum bietet die FH Technikum Wien ab Herbst den Studiengang Maschinenbau an?

Markl: In den letzten Jahren hat die FH Technikum Wien ihr Studienangebot laufend weiterentwickelt und deckt damit inzwischen zahlreiche technische Bereiche wie Elektronik oder Informatik sehr gut ab. Nachdem man sich mit dem Bachelor- und Master-Studiengang Mechatronik/Robotik bereits in Richtung Maschinenbau bewegt hat, setzen wir mit einem eigenen Studiengang Maschinenbau den nächsten Schritt. Der Bedarf der Wirtschaft an hochqualifizierten Fachkräften im Maschinenbau ist enorm und steigt kontinuierlich weiter an. Dennoch gibt es in Ostösterreich im Fachhochschulsektor keine Ausbildungsvariante. Bis dato.

An Universitäten gibt es ja schon lange Maschinenbau-Studiengänge. Worin liegt der Vorteil der Ausbildung an der FH Technikum Wien im Vergleich?

Markl: Ein wesentlicher Vorteil für die Studierenden liegt sicher in der starken Praxisorientierung. Der Bachelor-Studiengang Maschinenbau dauert insgesamt sechs Semester und eines davon wird komplett der Praxis gewidmet. In diesem fünften Semester absolvieren die Studierenden ihr Berufspraktikum, das heißt sie arbeiten in Unternehmen. Die Wirtschaft wiederum profitiert vom Konzept der FH-Studiengänge, da eine Vielzahl an Absolventinnen und Absolventen in relativ kurzer Zeit, nämlich der Regelstudiendauer, am Arbeitsmarkt verfügbar sind.

Sammeln die Studierenden ihre praktische Erfahrung nur während ihres Berufspraktikums?

Markl: Nein, natürlich nicht. Unsere Labor- und Fertigungseinrichtungen entstehen in intensiver Zusammenarbeit mit der Wirtschaft. Die Absolventinnen und Absolventen können deshalb sehr schnell und effektiv ins Berufsleben einsteigen. Die Anlagen und Geräte, auf die sie nach dem Studium stoßen, sind ihnen bereits vertraut – und zwar nicht nur aus Lehrbüchern und theoretischen Vorträgen, sondern von der aktiven Arbeit in den Labors während des Studiums.

Wo liegt der Schwerpunkt des neuen Bachelor-Studiengangs?

Markl: Wir decken alle Basics ab, vermitteln die ganze Breite des Maschinenbaus, haben aber in der Tat Schwerpunkte gesetzt und das Bachelor-Studium in Richtung Konstruktion und Fertigungstechnik fokussiert.

Wie hoch ist der Anteil der Studierenden, die nach dem Abschluss damit rechnen können, direkt ins Berufsleben einsteigen zu können?

Markl: Derzeit ist die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften im Maschinenbau deutlich höher als das Angebot. Man kann also davon ausgehen, dass Absolventinnen und Absolventen dieses Studiengangs unmittelbar nach Studienabschluss einen Arbeitsplatz finden werden. Der aktuelle Mangel an top-qualifizierten Fachkräften ist auch der Grund für das große Engagement des Fachverbands der Maschinen- und Metallwarenindustrie bei der Entwicklung und Finanzierung dieses Studiengangs.

Wie viele Studienplätze hat die FH Technikum Wien denn für den Studiengang Maschinenbau angedacht?

Markl: Die Planung richtet sich nach den Finanzierungsmöglichkeiten, die uns der Bund zur Verfügung stellt – eben in Zusammenarbeit mit dem Fachverband der Maschinen- und Metallwarenindustrie, der uns ebenfalls Plätze finanziert, sodass wir im Herbst mit 60 Plätzen starten können.

Wie hoch schätzen Sie dann die Anzahl an Absolventinnen und Absolventen in drei Jahren

Markl: Wir setzen uns da ehrgeizige Ziele und erwarten zwischen 50 und 60 Studienabschlüsse. Ich gehe davon aus, dass wir das auch schaffen, weil wir mit Kleingruppen arbeiten werdenDadurch wird ein hervorragendes Betreuungsverhältnis und ein intensiver Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden ermöglicht. Das sind bereits Erfolgsfaktoren für einen positiven Studienabschluss.

Bleibt nur noch eine Frage: Wird es in Folge auch einen Master-Studiengang Maschinenbau geben?

Markl: Ich bin zuversichtlich, dass wir uns in diesem Feld weiterentwickeln und auch entsprechende Master-Studiengänge anbieten werden können. Der erste Schritt ist getan. Nach dem Abschluss des Bachelor-Studiengangs Maschinenbau haben die Absolventinnen und Absolventen die Möglichkeit in die Wirtschaft zu gehen oder ein Masterstudium anzuschließen. In Ländern mit einem sehr starken Fachhochschul-Sektor sehen wir folgende Entwicklung: Die Studierenden machen den Bachelor, gehen dann in die Wirtschaft, sammeln dort Erfahrung, und viele machen danach den Master in berufsbegleitender Form. Berufsbegleitend ausgerichtete Master-Studiengänge sind eine der Stärken der FH Technikum Wien – 50 Prozent der Studienplätze unserer Fachhochschule werden in berufsbegleitender Form angeboten. Dementsprechend kann ich mir gut vorstellen, auch in diese Richtung etwas zu entwickeln.

 


FACTBOX

Der Bachelor-Studiengang Maschinenbau wird vorbehaltlich der Akkreditierung durch die AQ Austria ab dem Studienjahr 2014/15 angeboten. Das sechssemestrige Vollzeitstudium setzt besondere Schwerpunkte in der Konstruktion und Fertigung.

www.technikum-wien.at/bmb

  • Provisorischer Studiengangsleiter Erich Markl im Interview
    foto: wolf dieter grabner

    Provisorischer Studiengangsleiter Erich Markl im Interview

  •  In den Hightech Labors der FH Technikum Wien sammeln die Studierenden viel praktische Erfahrung
    foto: lukas beck

     In den Hightech Labors der FH Technikum Wien sammeln die Studierenden viel praktische Erfahrung

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