Vorhofflimmern sichtbar machen

10. März 2014, 11:25
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Mit einer dreidimensionalen Bildgebung werden Herzrhythmusstörungen genauer darstellbar und eine bessere Behandlungsplanung möglich

Bochum - Fehlgeleitete elektrische Impulse im Herz können den Rhythmus lebensbedrohlich beeinträchtigen. Nun machen Kardiologen im Herz- und Diabeteszentrum NRW, Bad Oeynhausen, den Mechanismus der Rhythmusstörungen mit einer dreidimensionalen Bildgebungstechnologie sichtbar.

"Das neue Diagnoseverfahren ermöglicht uns eine genauere Darstellung und bessere Behandlungsplanung insbesondere für Patienten, die an schweren und dauerhaften Formen des Vorhofflimmerns leiden", betont Dieter Horstkotte, ärztlicher Leiter des Herz- und Diabeteszentrums Nordrhein-Westfalen. Die Sichtbarmachung der elektrophysiologischen Mechanismen ermöglicht auch Patienten mit Vorhofflattern und anderen Tachykardien bessere Behandlungsaussichten.

Sind die Quellen einer gestörten Erregungsleitungen im Herz-Vorhof erkannt und genau geortet, dann können diese mittels einer Herzkatheterprozedur, einer sogenannten Ablation, verödet und damit dauerhaft beseitigt werden.

Schneller und besser

Bei herkömmlichen Verfahren der Elektrophysiologie sind hier in der Regel mehrmalige Prozeduren notwendig sind, um eine Erfolgsrate von 70 Prozent zu erzielen. Das neue System mittels Rotoren-Erkennung verspricht hier ein schnelleres und besseres Ergebnis. Das belegen amerikanische Studien. Ende des vergangenen Jahres hat das neue 3D-Bildgebungsverfahren zur Diagnostik des Vorhofflimmerns sowohl die europäische CE-Zulassung als auch die US-Zulassung durch die FDA erhalten.

"Bei einem hohen Anteil der bisher behandelten Fälle kam es zur Beendigung der Rhythmusstörung. Das ist erfahrungsgemäß mit einer guten Prognose verbunden. Vielfach war Vorhofflimmern am Ende der Behandlung nicht mehr auslösbar," ergänzt Georg Nölker, Leiter der Abteilung für Elektrophysiologie. (red, derStandard.at, 10.3.2014)

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