Merkel: "Große Aufgaben rund um Datensicherheit"

9. März 2014, 20:26
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Deutsche Bundeskanzlerin wirbt auf der Cebit für Schutz von Daten, britischer Premier Cameron möchte engere Zusammenarbeit

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zum Start der weltgrößten Computermesse CeBIT die Datensicherheit als unabdingbare Voraussetzung für die Entwicklung von Internet-Diensten betont. "Ich glaube, wir sind erst am Anfang dessen, was da zu leisten ist", sagte die Regierungschefin am Sonntag in Hannover in ihrer Eröffnungsrede.

Merkel selbst betroffen

Die CeBIT hat in diesem Jahr das Motto "Datability", das als Kunstwort den verantwortungsvollen Umgang mit sensiblen Datenströmen beschreiben soll. So können die wachsenden Chancen Fluch und Segen zugleich sein. Sie erlauben etwa neue Therapiezugänge in der Krebsforschung, aber auch das Ausspähen globaler Kommunikation. So soll auch Merkels Handy jahrelang auf den Abhörlisten des US-Geheimdiensts NSA gestanden haben.

Großbritannien will Schulterschluss

Das CeBIT-Partnerland Großbritannien will sich hingegen zur innovativsten Nation im Verbund der acht wichtigsten Industrieländer (G8) entwickeln und sucht dabei den Schulterschluss mit Deutschland. Der britische Premier David Cameron sagte bei der Eröffnungsfeier der weltgrößten ComputermesseCeBIT am Sonntag in Hannover: "Wir haben den roten Teppich ausgerollt für die Kreativen dieser Welt".

Cameron für Zusammenarbeit

Cameron warb dabei zugleich um engere Zusammenarbeit bei Forschung und Produktion. Es gelte, britischen Erfindungsreichtum mit deutscher Industriekultur zu paaren. Auf europäischer Ebene sei es erforderlich, zügig die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen und etwa schnellere Schritte für die Abschaffung von Roaminggebühren zu erreichen. Das "Internet der Dinge" müsse Realität werden. Die Briten sind mit 130 Unternehmen diesmal eine der größten ausländischen Ausstellernationen der CeBIT. (APA, derStandard.at, 9.3.2014)

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