Flüchtlingspolitik im Glaspalast

9. März 2014, 18:40
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Es brauche "mehr Verständnis für Menschen mit solch traumatischen Erfahrungen - ganz ohne Koketterie"

Wien - Normalerweise sind in der Auslage des Traditionsgeschäfts Lobmeyr in der Kärntner Straße nur edle Glaswaren zu betrachten: mundgeblasene Trinkservice, Vasen, Luster. In der Nacht auf Sonntag wurden diese durch politische Kunst ergänzt: Interviews mit den in der Votivkirchenbewegung aktiven Flüchtlingen Ali Asmat und Mir Jahangir Awan wurden mannshoch auf die Scheiben projiziert.

Die Gespräche wurden für die Kunstaktion Last! Supper. von Sini Coreth, Johannes Raimann, Patryk Senwicki und Dominic Spitaler aufgenommen: Asmat und Awan schildern darin die Lage in ihrer Heimat Pakistan, ihre Flucht und ihr unsicheres Leben in Österreich. Er habe sich "ziemlich spontan" entschlossen, seine Vitrine diesen Inhalten zu öffnen, schildert Lobmeyr-Geschäftsführer Andreas Rath. Es brauche "mehr Verständnis für Menschen mit solch traumatischen Erfahrungen - ganz ohne Koketterie". (bri, DER STANDARD, 10.3.2014)

  • Wo auf der Kärntner Straße sonst edles Glas zu sehen ist, erzählen zwei Flüchtlinge ihre Geschichte.
    foto: der standard/newald

    Wo auf der Kärntner Straße sonst edles Glas zu sehen ist, erzählen zwei Flüchtlinge ihre Geschichte.

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