ÖVP hält Absolute in Hallein

9. März 2014, 18:20
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SPÖ gewinnt Bischofshofen nach 15 Jahren zurück

Salzburg - Die Hoffnung der SPÖ, die ehemalige rote Hochburg Hallein bei den Gemeinderatswahlen zurückzuerobern, scheiterte. Die ÖVP hält in der zweitgrößten Stadt Salzburgs weiterhin 47,1 Prozent der Stimmen, verliert zwar zwei Mandate behält aber die absolute Mehrheit. Gewinner des ÖVP-Verlustes sind wie in der Stadt Salzburg die Neos, die mit 10,1 Prozent auf Anhieb drittstärkste Kraft in Hallein wurden.

Im Vorjahr wechselte der langjährige Stadtchef Christian Stöckl (ÖVP) als Finanz- und Gesundheitsreferent und Landeshauptmannstellvertreter in die Landesregierung. Sein Nachfolger Gerhard Anzengruber schaffte zwar die Wiederwahl als Bürgermeister mit 59,1 Prozent der Stimmen auf Anhieb, muss aber mit knapp minus neun Prozentpunkten  herbe Verluste für die ÖVP hinnehmen. Die verlorenen zwei Mandate der ÖVP konnten die Neos gewinnen.

Auch in Zell am See blieb die rote Hoffnung unerfüllt, eine ehemalige Hochburg zurückzuerobern. Peter Padourek konnte die Führung der ÖVP sogar noch ausbauen und wird Nachfolger des verstorbenen Stadtoberhaupts Hermann Kaufmann (ÖVP).

Einziger Lichtblick für die SPÖ in den Gemeinden ist Bischofshofen. Vizebürgermeister Hansjörg Obinger konnte nach 15 Jahre den Bürgermeistersessel für die SPÖ zurückgewinnen, nachdem Langzeitbürgermeister Jakob Rohrmoser (ÖVP) in Pension ging. Auch die Mehrheit im Bischofshofner Gemeinderat konnte die SPÖ um 11,6 Prozentpunkte ausbauen und hält nun die Absolute.

Abgestraft wurde die SPÖ hingegen in der Lungauer Gemeinde Ramingstein, wo SPÖ-Bürgermeister Franz Winkler knapp gegen Peter Rotschopf von der ÖVP verlor. Auch in der Pongauer Gemeinde Werfen verliert die SPÖ den Bürgermeistersitz an die ÖVP.

Drei Bürgermeister-Stichwahlen im Flachgau

Schon vor der Wahl führte ein ÖVP-Machtkampf in Straßwalchen zur schwarzen Spaltung. ÖVP-Bürgermeister Friedrich Keil erreichte zwar 47,3 Prozent der Stimmen, muss sich nun aber am 23. März in einer Stichwahl gegen die ehemalige VP-Parteiobfrau und Vizebürgermeisterin Liselotte Winkelhofer behaupten, die aus dem Stand 27,4 Prozent erreichte.

In der Flachgauer Gemeinde Neumarkt am Wallersee kommt es ebenfalls zur Stichwahl um die Nachfolge von VP-Bürgermeister Emmerich Riesner. Sein Parteikollege Adolf Rieger konnte im ersten Wahlgang nur 45,7 Prozent der Stimmen erreichen. Zweiter wurde Jan Schirl-Matinu (SPÖ) mit 31,2 Prozent der Stimmen. Und in Seekirchen muss Stadtchefin Monika Schwaiger (ÖVP) in die Stichwahl gegen Walter Gigerl von der Liste „Lebenswertes Seekirchen“. (neu, ruep, DER STANDARD, 10.3.2014)

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