Deutsche Regierung sorgt sich um Sicherheit bei Windows-XP-Bankomaten

9. März 2014, 12:32
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Nach Auslaufen des Supports sollen Bankinstitute ihre Geldautomaten umstellen

Das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat Banken und Sparkassen dazu aufgerufen, noch auf Windows XP laufende Bankomaten aufzurüsten. Alternativ sollten sie zumindest individuelle Verträge mit Microsoft eingehen, das den Support für Windows XP weltweit am 8. April einstellen wird.

Sicherheitslücken

Fast alle Bankomaten arbeiten laut heise in Deutschland noch mit Windows 2000 oder Windows XP. Durch den Wegfall des Supports durch Microsoft entstünden große Sicherheitslücken, die ausgenutzt werden könnten. Zwar werde die XP-Version "Windows Embedded POSReady 2009" noch bis 2019 mit Updates versorgt, das oft verwendete "Windows XP Professional for Embedded Systems" sei aber vom baldigen Supportende betroffen.

Entwarnung in Österreich

Die deutsche Kreditwirtschaft hatte zuvor laut heise betont, dass "die Art des Betriebssystems" nicht relevant sei, da deutsche Bankomaten nicht mit dem Internet verbunden seien. Die Ansage der Bundesregierung widerspricht der Sicherheitsgarantie allerdings. Sie geht davon aus, dass Angreifer ihre Exploits noch bis April zurückhalten, damit entstandene Lücken dann nicht schnell von Microsoft geschlossen werden.  Für Österreich gibt es Entwarnung: Hierzulande sind die Bankomaten bereits auf Windows 7 umgestellt. (fsc, derStandard.at, 9.3.2014)

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heise

  • Österreichische Bankomaten sind vom Windows XP-Support-Ende nicht betroffen
    foto: apa/barbara gindl

    Österreichische Bankomaten sind vom Windows XP-Support-Ende nicht betroffen

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