Moody's hebt Ausblick für Niederlande und Belgien an

8. März 2014, 09:21
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Nun "stabil" statt "negativ" - Bereits zuvor positive Bewertungen für Deutschland und Österreich

Brüssel/Den Haag - Für die Ratingagentur Moody's gibt es weitere Anzeichen auf Entspannung der Euro-Schuldenkrise. Die Agentur hob Freitagnacht den Ausblick für die Kreditwürdigkeit der Niederlande und Belgiens an - wie kürzlich bei Deutschland und Österreich. Der Ausblick für Den Haag und Brüssel sei nun "stabil" nach bisher "negativ". Das Rating bleibe für die Niederlande bei "Aaa" und für Belgien bei "AA3".

Zur Begründung für die Entscheidung zu den Niederlanden erklärte Moody's, die Risiken, dass der Haushalt des Landes durch weitere Hilfen für Euro-Länder wie Italien oder Spanien belastet werden könne, seien gesunken. Zudem gebe es Hinweise darauf, dass die inländischen Probleme der Niederlande wie ein schwacher Ausblick für das Wirtschaftswachstum und fallende Immobilienpreise ihren Höhepunkt erreicht hätten und sich nun in eine positive Richtung entwickeln würden.

Risiken in Belgien gesunken

Mit Blick auf Belgien erklärte Moody's, es seien die Risiken gesunken, dass die vorsorglichen Verpflichtungen, die der Staat für den Bankensektor eingegangen sei, am Ende auch tatsächlich wirksam würden und den Haushalt belasteten.

Schon vor einer Woche hatte Moody's mitgeteilt, Deutschland und Österreich würden inzwischen weniger Gefahr laufen, wegen der Schuldenkrise zur Kasse gebeten zu werden. Daher wurde der Ausblick beider Staaten wie auch den von Luxemburg auf stabil von negativ angehoben. Alle drei Länder behalten unverändert ihre Spitzenbonitätsnote "Aaa".

Ein stabiler Ausblick ist im Gegensatz zu einem negativen ein Indikator dafür, dass in der kommenden Zeit eher keine Herabstufung der Kreditwürdigkeit droht. Eine schlechtere Kreditwürdigkeit bedeutet für die Länder potenziell höhere Zinskosten bei der Aufnahme neuer Kredite. (APA, 8.3.2014)

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