Der weibliche Filmblick

7. März 2014, 20:10
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Das Projekt "kinovi[sie]on" rückt Filmschaffen von Frauen in den Fokus

Am Frauentag 2005 rief das Otto-Preminger-Institut das Projekt kinovi[sie]on ins Leben. Seither rückt der Filmzyklus monatlich, jeweils am Achten, das Filmschaffen von Frauen in den Fokus. Damit wirkt man vor allem der Tatsache entgegen, dass Regisseurinnen stark unterrepräsentiert sind.

Gezeigt werden anspruchsvolle Arbeiten, die sich um frauenpolitische Themen drehen. Somit wird Filmen eine Plattform geboten, die sonst nirgendwo in Tirol zu sehen wären. Der Frauentag am Samstag wird mit sechs Tirol-Premieren begangen.

Ein Schwerpunkt widmet sich Tsitsi Dangarembga aus Simbabwe. Sie ist derzeit Writer in Residence der Uni Innsbruck. International bekannt wurde sie mit ihrem Romanerstling Nervous Conditions, der zu den bedeutendsten Werken afrikanischer Literatur zählt und der von Ilija Trojanow ins Deutsche übersetzt wurde. Daraus wird sie am Samstag lesen. Zu sehen ist auch ihr Kurzfilm Kare Kare Zvako, die Verfilmung eines Märchens aus Simbabwe, das kritisch die Rollenverteilung in einer traditionellen Familie hinterfragt.

Ebenfalls zu sehen ist der Streifen Töchter des Aufbruchs - Lebenswege von Migrantinnen. Filmerin Uli Bez erhielt dafür keinen Cent Filmförderung, produziert wurde der Film vom Münchner Frauennotruf. Migrantinnen verschiedener Generationen und Herkunftsländer erzählen von den Gründen für ihren Aufbruch in eine vermeintlich bessere Zukunft und davon, wie sie Sprachlosigkeit und Rassismus begegnen. (dns, DER STANDARD, 8.3.2014)

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