Rapid will sich wandeln, Wacker flirtet mit zweiter Liga

7. März 2014, 16:15
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Nur Innsbruck holte zuletzt weniger Punkte als Rapid - Barisic: "Angeschlagene Boxer sind besonders gefährlich"

Es scheint, als käme Tabellen-Schlusslicht Innsbruck am Sonntag (16.30) gerade recht. Im Kampf um einen Europacupplatz ist Rapid derzeit auf der Suche nach dem Sieg, gelang in den vergangenen acht Runden doch nur ein Dreipunkter. Für Rapid-Coach Zoran Barisic freilich ein Trugschluss. "Angeschlagene Boxer sind besonders gefährlich", meinte Barisic, der aber mit viel Optimismus nach Tirol reiste.

Das 3:6 gegen die derzeit unantastbaren Salzburger mag am vergangenen Sonntag vom Ergebnis her zwar enttäuschend gewesen sein, von der Leistung seiner Truppe war Barisic aber angetan. "Ich habe die ganze Saison auf so ein Spiel gewartet. Damit meine Spieler sehen, 'Hoppala, wir können da mithalten, wir können das auch'", sagte Barisic.

Mit den jüngsten Ergebnissen könne man zwar nicht zufrieden sein. "Wenn wir aber wieder so auftreten wie in den letzten Spielen, wird es auch wieder mit drei Punkten klappen", war Barisic überzeugt. Keinesfalls dürfe man aber vergessen, dass es für Wacker "ab sofort um die Existenz geht, und daher werden sie gegen uns wie um ihr Leben laufen". Statistisch gesehen sind die seit sieben Runden sieglosen Innsbrucker jedenfalls der genau richtige Gegner für die Wiener, um wieder voll zu punkten. Beide Saisonduelle gingen mit 4:0 (auswärts) und 3:0 (zuhause) an Grün-Weiß, in den jüngsten sieben direkten Duellen konnten die Tiroler lediglich einen Punkt verzeichnen.

Heftige Gegenwehr

Verzichten muss der 43-Jährige am Tivoli auf Christopher Dibon nach dessen Gehirnerschütterung und dem Bruch der Kieferhöhlenwand, Christopher Trimmel wird hingegen trotz Nasenbeinbruchs als "Maskenmann" einsatzbereit sein. Ein Einsatz von Guido Burgstaller (Muskelprobleme) ist eher ausgeschlossen. "Er hat am Freitag erstmals wieder mit der Mannschaft trainiert, daher käme es wohl am Sonntag noch zu früh", so Barisic.

Sein Pendant Michael Streiter versprach im ersten Heimspiel im Frühjahr heftige Gegenwehr - schließlich gilt es, den Fünf-Punkte-Rückstand auf die neuntplatzierte Admira gutzumachen. "Wir werden uns nicht verstecken, sondern diese Herausforderung annehmen", erklärte der Tiroler, der in der Innenverteidigung die zuletzt gesperrten Stammkräfte Stipe Vucur und Zeljko Djokic begrüßen darf. Fehlen werden der diesmal gesperrte Defensivmann Armin Hamzic, der am Freitag einen Vertrag bis 2016 unterschrieb, sowie Christian Schilling (Nasenbeinbruch). (APA, 07.03.2014)

FC Wacker Innsbruck - SK Rapid Wien (Sonntag, 16.30/live ORF eins, Tivoli-Stadion, SR Schörgenhofer). Bisherige Saisonergebnisse: 0:4 (h), 0:3 (a)

Innsbruck: Safar - Bergmann, Djokic, Vucur, Hauser - Piesinger, Ji-Parana - Hinterseer, Milosevic, Wernitznig - Edomwonyi

Ersatz: Schober - Kofler, Schütz, Jevtic, Gründler, Wallner, Nitzlnader

Es fehlen: Hamzic (gesperrt), Schilling (Nasenbeinbruch)

Rapid: Novota - Trimmel, Sonnleitner, Behrendt, Schrammel - Petsos, Wydra - S. Hofmann, Schaub, Sabitzer - Boyd

Ersatz: Maric - M. Hofmann, Schimpelsberger, Boskovic, Pavelic, Alar

Fraglich: Burgstaller (Muskelverletzung)

Es fehlen: Dibon (Kieferhöhlenbruch/Gehirnerschütterung), Starkl (Nebenhöhlenentzündung)

  • Zocki Barisic würde gerne die Torgefahr aus dem Salzburg-Spiel wieder sehen.
    foto: apa/krug

    Zocki Barisic würde gerne die Torgefahr aus dem Salzburg-Spiel wieder sehen.

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