Die Salzburger Kür führt nach Ried

7. März 2014, 15:23
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Bullen wollen im Innviertel den zehnten Sieg in Folge einfahren - Coach Schmidt: "Ich erwarte ein hartes Spiel"

Salzburg will seine Fußball-Festspiele am Samstag (19.00) im Bundesliga-Spiel der 26. Runde fortsetzen. Der Gegner heißt Ried, selbst im Innviertel sind die derzeit in Hochform kickenden "Bullen" klarer Favorit. Mit dem zehnten Sieg in Folge würde Salzburg jedenfalls einen neuen Clubrekord aufstellen und könnte den Vorsprung auf den ersten Verfolger Grödig bereits auf 25 Punkte ausbauen.

Die bisherigen Saisonbegegnungen endeten mit klaren 5:0- und 4:0-Erfolgen der Salzburger, die in der Liga derzeit jeden Gegner überrollen. Coach Roger Schmidt freilich drückt wie gewohnt auf die Euphoriebremse. "Ried hat nichts zu verschenken, ist voll drinnen im Kampf um die Europa-League-Plätze", meinte der Deutsche. Die Oberösterreicher sind derzeit punktegleich mit Austria und Rapid (je 35) hinter den beiden Wiener Clubs Fünfter, eine Position zurück lauert noch der WAC (32).

Die Woche verlief in Salzburg schaumgebremst, schließlich weilten zehn Spieler bei ihren nationalen Auswahlen. "Wir haben die Tage genutzt, um die Spieler, die da waren durchschnaufen zu lassen bzw. entsprechend individuell zu belasten", erklärte Schmidt und relativierte: "Wir sind das aus dem Herbst gewohnt." Ob er Spieler deshalb schonen wird, wollte er nicht sagen. "Ausgehen kann man von gar nichts. Ich werde genau hingucken, reinhorchen, ob sie physisch in der Lage sind. Das Spiel am Samstag ist jedenfalls auch wichtig für uns."

"Ein hartes Spiel"

Wenige Tage vor dem Europa-League-Achtelfinal-Hinspiel in Basel warnte der Erfolgstrainer nicht zuletzt vor der Keine-Sorgen-Arena, in der Ried heuer sechs Spiele - bei vier Remis und nur zwei Niederlagen - gewann: "Sie haben eine gute Atmosphäre in dem kleinen Stadion, da ist es schwierig zu spielen. Ich erwarte ein hartes Spiel", betonte Schmidt.

Verzichten müssen die Gäste neuerlich auf Goalgetter Alan, der weiterhin an seiner Muskelverletzung im Oberschenkel laboriert. Auch Isaac Vorsah steht weiter nicht zur Verfügung, der Einsatz von Goalie Peter Gulacsi, der beim 6:3 gegen Rapid eine Gehirnerschütterung erlitt, ist genauso fraglich wie jener von Marco Meilinger (Prellung).

Erneut in der Startelf wird aber wohl Robert Zulj stehen, der erstmals nach seinem Winter-Transfer auf seinen Ex-Club trifft. "Es ist natürlich ein besonderes Spiel für mich, ich bin mit sehr vielen Spielern noch in Kontakt", sagte der 22-Jährige Stürmer. Am Feld freilich gebe es keine freundschaftlichen Präsente: "Wir wollen das Spiel natürlich gewinnen und so viele Rekorde brechen wie möglich." Zehn Bundesligaspiele in Folge hat in der Drei-Punkte-Ära (seit 1995) noch kein Club gewonnen.

Die Schönheit der Salzburger

Die Rieder gehen das Duell mit Österreichs Mannschaft der Stunde relativ gelassen an - zumindest wenn es nach den Worten von Trainer Michael Angerschmid geht. "Salzburg ist in einer Überform. Für uns ist das jetzt aber gut, weil es das erste Spiel im Frühjahr ist, in dem keiner von uns etwas erwartet und bei dem wir nichts verlieren können", gab der Oberösterreicher zu Protokoll. Oder in den Worten von Außenspieler Oliver Kragl: "Es gibt nichts Schöneres, als gegen Salzburg zu spielen."

Zwar sind seine "Wikinger" bereits seit fünf Runden ungeschlagen, dabei sprang allerdings nur ein Sieg heraus. Würde ein solcher auch gegen Salzburg gelingen, wäre das für den Außenseiter doppelt erfreulich. "Wir haben auch keine Angst vor einem Debakel. Auch wir werden unsere Möglichkeiten haben. Natürlich muss alles passen, damit wir Punkte holen. Wir müssen in die Zweikämpfe kommen", sagte Angerschmid und versprach: "Wir werden 90 Minuten marschieren." (APA, 07.03.2014)

Technische Daten und mögliche Aufstellungen:

SV Ried - FC RB Salzburg (Samstag, 19.00, Keine-Sorgen-Arena, SR Kollegger). Bisherige Saisonergebnisse: 1:3 (h), 3:2 (a)

Ried: Gebauer - Hinum, Reifeltshammer, Pichler, A. Schicker - Ziegl - Perstaller, Trauner, Oliva, Kragl - Gartler

Ersatz: Höbarth - Janeczek, Kreuzer, Zwischenbrugger, Sandro, Burghuber, Baumgartner, Vastic

Es fehlen: Walch (Patellasehnenprobleme), Möschl (Adduktorenprobleme), Riegler, Wieser, Reiter (alle verletzt bzw. im Aufbautraining)

Salzburg: Walke/Gulacsi - Schwegler, Ramalho, Hinteregger, Svento - Ilsanker - Kampl, C. Leitgeb, Mane - R. Zulj, Soriano

Ersatz: Gustafsson - Schiemer, Rodnei, Klein, Hierländer, Berisha, Lazaro

Es fehlen: Alan (Muskelverletzung im Oberschenkel), Vorsah (rekonvaleszent nach Kreuzbandriss), Ulmer (Bruch des Wadenbeinköpfchens), Reyna, Dossou (beide FC Liefering)

Fraglich: Gulacsi (nach Gehirnerschütterung), Meilinger (Prellung)

 

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    foto: reuters/rehle

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