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Redefining Sound

7. März 2014, 10:00

Jon Hopkins, Oneohtrix Point Never, Tim Hecker, Forest Swords & Pharmakon

Ebenfalls ihren 10. Geburtstag feiert in diesem Jahr eine sehr außergewöhnliche Agentur, die das donaufestival seit 2005 alljährlich begleitet. Gleich zur Eröffnung des Festivals werden wir unsere beiden Geburtstage gemeinsam feiern: Im Rahmen der weltweiten LittleBig-Serie namens 10 Years, 10 Cities, 10 Events werden Jon Hopkins, Oneohtrix Point Never in Krems erwartet.

Das Rieseln im Salzstreuer, ein Ton vom Klavier, ein Fingertrommeln auf der Tischplatte – für Jon Hopkins werden Töne aus dem Alltag zu Musik. Der britische Musiker, der als Produzent bereits mit Künstlern wie Coldplay oder Brian Eno gearbeitet hat, ist auch im Clubbereich bestens etabliert und hat erst 2013 mit seinem Album "Immunity" Eingang in zahlreiche Jahresbestenlisten gefunden. Fernab vom Sounddesign normaler Clubproduktionen mischt Hopkins, beim donaufestival mit einem neuen AV-Set vertreten, verträumte Piano-Harmonien mit allerlei Field Recordings; Technopassagen werden von romantischen Synthflächen und manchmal gar ein bisschen Dubstep abgelöst.

Ein anderer Musiker und alter donaufestival- Bekannter, der mit seinem vergangenes Jahr erschienenen Album flächendeckenden Respekt von Publikum und Kritikerseite eingeheimst hat, ist Daniel Lopatin alias Oneohtrix Point Never. Mit "R Plus Seven" ist Lopatin zu der britischen Labelinstitution Warp Records gewechselt und hat seinen von New Age, Klangtheorie und der Über-Künstlichkeit der modernen Welt inspirierten Sound, gezogen aus einem Meer aus Alltags-Soundquellen von Werbung bis Shoppingmall und Synthesizer-Presets, weiter zur Synapsenexplosion ausgebaut.

Der dunklen Seite verfallen

Tim Hecker ist am Verfall interessiert. Seit Beginn der Nuller-Jahre - zunächst vornehmlich am Powerbook - entwickelt der Kanadier Musik, die den Zuschreibungen "Ambient" und "Drone" noch neue dunkle Seiten abringen kann. Hecker vertont das Modern, das Abbröckeln, die Auflösung der Welt: Dem wohligen Summen und Brummen aus Rechner und Synthesizern setzt er Verzerrung, Stör- und Schleif-Geräusche entgegen. Den oft bemühten Wettstreit zwischen digital und analog inszeniert Hecker als Kräftemessen, das hier aufreibt, dort Erlösung spendet.

Sein Album "Ravedeath, 1972" aus dem Jahr 2011 hat er mit der Unterstützung des australischen Musikers, Komponisten und Producers Ben Frost zunächst in einer einzigen Session in einer Kirche in Island an Orgel, Klavier und Gitarre aufgenommen und später das dort entstandene Material im Studio elektronisch nachbearbeitet. Brüche, Risse, Spalten eingefügt, Unheil verkündendes Zischen und Tosen aus den Maschinen addiert. Seine 2013 erschienene Platte "Virgins" ist Heckers bislang beste geworden: Hier hat Hecker erstmals mit einem kleinen Ensemble an Musikern zusammengearbeitet: Es gibt Flöten zu hören, Klarinetten oder auch ein Virginal - eine Schwester des Cembalos. Oft klar im Raum stehend, oft verfremdet und ihrer ursprünglichen Klänge beraubt. Gegen die Elektronik ausgespielt, von ihr überlagert, dann wieder in harmonischer Einigkeit.

Aura des Gespenstischen

Der junge englische Produzent Matthew Barnes setzt mit seinem Projekt Forest Swords in seinen durchgehend von einer Aura des Gespenstischen bewohnten Klanganordnungen auf eine Allianz aus Beats, die er aus HipHop, Dubstep und Post-Step gut abgelauscht hat, zähflüssigen Ambientflächen und in den Mix geschnittenen Sounds aus Saiteninstrumenten und morsch und hölzern daherkommenden Klopfgeräuschen. 2013 ist nach zwei hervorragenden EPs bei Tri Angle das vielbeachtete Debütalbum namens "Engravings" erschienen. Angestaubte Kammermusik und weirde Science im beunruhigenden Gleichgewicht. Fauchen und Wimmern, Anspannung, Dissonanz und Katharsis.

 Noise, Power Electronics und Terror sind die Bestimmungen von Margaret Chardiet. Unter dem Namen Pharmakon hat die New Yorker Musikerin 2013 ein Album des Jahres veröffentlicht, das außerhalb gut informierter Zirkel dann aber wieder einmal kaum jemand hören wollte. Zu extrem, zu harsch, zu gut. Ein Schmelzen der Schaltkreise, ein Schreien, ein Schaben, ein Donnern. Die endgültige Entrückung, vom Blitz getroffen.

Fr, 25.04.

Oneohtrix Point Never

Jon Hopkins

Mi, 30.04.

Tim Hecker

Pharmakon

Forest Swords


Weitere Informationen:

donaufestival 2014
10 years redefining arts
25 - 26 April & 30 April –03 Mai
Krems a.d. Donau/Austria
Mehr Infos: www.donaufestival.at

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    foto: pharmakon
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    foto: tim hecker © promotionfoto
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