Heinisch-Hosek freut sich auf Quotendiskussion mit ÖVP

7. März 2014, 11:47
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Ministerin will aber "echte Quote" - Frauentagsfahne vor der SPÖ-Zentrale

Wien - Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) hat sich am Freitag erfreut gezeigt, dass sich die ÖVP offenbar bei einer Frauenquote in der Privatwirtschaft bewegt. Den Vorschlag von Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) für eine "Flexi-Quote" nimmt sie "freudig" auf, und will diese weiterdiskutieren, erklärte Heinisch-Hosek am Freitag vor Journalisten.

"Echte" Quote

"Ich bin froh, dass eine ÖVP-Ministerin das Wort Quote in den Mund nimmt", dies bedeute, die ÖVP ist der Quote nicht mehr so fern, stellte die Ressortchefin fest und verwies auf die staatsnahen Betriebe, wo eine solche Regelung bereits umgesetzt wurde. Grundsätzlich will Heinisch-Hosek eine "echte Quote": "Ob es mit einer Flexi-Quote allein geht, bezweifle ich ein bisschen." Sie will daher mit Karmasin nun diskutieren, was genau die Familienministerin unter einer flexiblen Regelung versteht und wie sie umgesetzt werden soll: "Sie hat mich an ihrer Seite."

"Kampf für die Gleichstellung"

Heinisch-Hosek hisste am Freitag, dem Tag vor dem Internationalen Frauentag, mit der SPÖ-Frauen-Bundesgeschäftsführerin Andrea Brunner vor der SPÖ-Zentrale die "Frauentagsfahne". Sie zeigte sich dabei überzeugt davon, dass die Frauen an diesem Tag auch "einiges zu feiern haben, weil einige Meilensteine" erreicht worden seien. Als Beispiel nannte die Frauenministerin etwa die Einkommensberichte und räumte ein, dass sich die Einkommensschere nicht von heute auf morgen schließen lasse.

Der Tag sei aber auch als "Kampf für die Gleichstellung" zu sehen: "Frauen entwickelten sich weiter, haben aber zu wenig davon." Frauen seien nicht nur "zu wenig mutig", oft funktioniere auch die Einladungspolitik durch die Männer nicht, meinte Heinisch-Hosek. (APA 7.3.2014)

  • Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek ist erfreut über Familienministerin Sophie Karmasin Vorschlag einer "Flexi-Quote" und will weiterdiskutieren.
    foto: apa/ pfarrhofer

    Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek ist erfreut über Familienministerin Sophie Karmasin Vorschlag einer "Flexi-Quote" und will weiterdiskutieren.

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