Österreicher entwickeln Teil der Berliner Schlachthöfe

6. März 2014, 15:57
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UBM und Warimpex sind noch in der "Brainstorming-Phase" - ein Mix aus Handels- und Konferenzflächen wird angedacht

Noch tut sich nicht viel im Norden des ehemaligen Berliner Zentralvieh- und Schlachthofes. Das eingezäunte Areal an der Grenze zu den Stadtteilen Pankow, Friedrichshain-Kreuzberg und Lichtenberg wird momentan hauptsächlich von Hundebesitzern und Graffiti-Künstlern frequentiert. Erstere freuen sich über die innerstädtische Grünfläche, zweitere wohl mehr über die vier denkmalgeschützten Hallen, die über die Jahre mit knallbunten Kunstwerken verziert wurden. Seit Beginn der 90er-Jahre stehen die Hallen bis auf fallweise stattfindende Events leer.

Das soll sich nun ändern: Die österreichischen Immobilienentwickler UBM und Warimpex haben 2008 "still und heimlich" das Areal erworben, wie sie nun bekanntgaben. Einer der Hauptgründe damals: Die Standortsicherung für das von den beiden Unternehmen entwickelte Hotel Andel's, einem benachbarten 4-Sterne-Konferenz-Hotel. Zu einem äußerst günstigen Preis, so UBM-Pressesprecher Roman Rusy, habe man das Grundstück damals gekauft - und dann erst einmal abgewartet. In den letzten Jahren hat sich in der Gegend nämlich viel getan: Der Großteil der ehemaligen Schlachthof-Flächen ist mittlerweile laut den beiden Unternehmen mit Wohnanlagen bebaut worden.

Wohnnutzung "unwahrscheinlich"

Nun scheint der Zeitpunkt jedenfalls günstig: Ganz konkret wisse man zwar noch nicht, was mit dem 2 Hektar großen Areal passieren soll. Doch man befinde sich in einem "Brainstorming-Prozess", so Rusy. Im Vorjahr wurde ein Teil an einen japanischen Budgethotel-Betreiber verkauft, der zur Steigerung der Attraktivität des Areals beitragen soll. Der Rest soll nun in mehreren Stufen entwickelt werden.

Ein Mix aus Handelsflächen und einer  Erweiterung der Konferenzflächen des benachbarten Hotels wird als Option genannt. Wohnungen würden zwar auch angedacht, seien aber eher unwahrscheinlich, so Rusy. Die Stadt hat laut Christoph Salzer von Warimpex jedenfalls den Wunsch, dass bald etwas passiert. (zof, derStandard.at, 6.3.2014)

  • Noch ist viel Fantasie nötig, wenn man sich die zukünftige Nutzung vorstellen will.
    foto: derstandard.at/zoidl

    Noch ist viel Fantasie nötig, wenn man sich die zukünftige Nutzung vorstellen will.

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