Google verbessert Sprachausgabe für Android

6. März 2014, 14:08
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Neue Version von Text-to-Speech mit High-Quality-Stimmen - Männliche Stimme für britisches Englisch zur Auswahl

Immer wieder betont Google, dass man als mittelfristiges Ziel eine Art Star-Trek-Computer entwickeln will. Also eine Wissensdatenbank, mit der mit "natürlicher" Sprache interagiert werden kann, und die die Ergebnisse auch entsprechend ausgibt.

Text-to-Speech

Ein Teil dieser Bemühungen ist es, die Sprachausgabe eines solchen Systems möglichst menschlich klingen zu lassen. Mit einem Update für die eigene Text-to-Speech-Engine unter Android nimmt Google nun einen weiteren Schritt in diese Richtung vor.

Qualitätsfrage

Bietet diese doch für englischsprachige Ausgabe die Möglichkeit einer "high-quality" Stimme. Wer daran interessiert ist, kann nach dem Update über den Play Store in den Systemeinstellungen eine solche herunterladen und ausprobieren. In einem kurzen Test zeigt sich, dass der Klang dabei deutlich weniger metallisch wirkt als bei der "normalen" Stimme.

Umfang

Gleichzeitig ist aber auch der Umfang des Stimmpakets erheblich größer als bisher: Wo die gewohnten Stimmen mit rund 5 MB auskommen, belegen die hochqualitativen Varianten mehr als 200 MB. Dies hat zur Folge, dass bei der ersten Sprachsuche schon einmal einige Sekunden vergehen können, bis die Antwort kommt, da das Paket erst vollständig geladen werden muss.

Einschränkung

Am Rande sei darauf verwiesen,  dass die lokale Text-to-Speech-Engine nicht bei allen Antworten zum Einsatz kommt. So werden etwa von Google Search gelieferte Ergebnisse meist direkt von den Servern des Unternehmens gestreamt.

Sonstiges

Neben der verbesserten, englischsprachigen Stimmqualität führt die Version 3.0 der Text-to-Speech-Engine auch noch zwei neue Sprachen ein, und zwar Spanisch und Portugiesisch. Zudem steht bei britischem Englisch nun eine männliche Stimme zur Auswahl. Wie von Google gewohnt wird die neue Version der Software nach und nach ausgeliefert, es kann also einige Tage dauern, bis bestehende Nutzer ein entsprechendes Update erhalten. (apo, derStandard.at, 6.3.2014)

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