Ukraine-Krise setzt russischem Mobilfunker Vimpelcom zu

6. März 2014, 13:09
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Russischer Telekomkonzern muss Milliarden abschreiben

Die Krise in der Ukraine belastet Russlands drittgrößten Mobilfunkanbieter Vimpelcom. Milliardenschwere Abschreibungen auf die Geschäfte im Nachbarland drückten den Konzern im vierten Quartal 2013 in die roten Zahlen. Der Verlust von umgerechnet 2,7 Mrd. Dollar (1,97 Mrd. Euro) beinhalte Wertminderungen von insgesamt 2,9 Mrd. Dollar, teilte Vimpelcom am Donnerstag mit.

Weitere Investitionen geplant

Davon entfielen allein zwei Milliarden auf die Ukraine. Die Korrektur in der Bilanz hänge vor allem mit den konjunkturellen und politischen Risiken nach dem Umsturz in der Ukraine und schlechter laufenden Geschäften zusammen. Der Konzern habe aber nicht die Absicht, sich aus dem Land zurückzuziehen, sondern plane weitere Investitionen. Der Umsatz im vierten Quartal lag bei 5,6 Mrd. Dollar.

25 Millionen Kunden

Vimpelcom hat in der Ukraine 25,8 Millionen Kunden, die sieben Prozent des Umsatzes im Quartal ausmachten. Den Löwenanteil seines Geschäfts macht das Unternehmen in der Heimat und in Italien. Ein Jahr zuvor hat Vimpelcom noch einen Gewinn von 195 Mio. Dollar erwirtschaftet. Analysten hatten für das Schlussquartal 2013 eine Steigerung auf 437 Mio. Dollar erwartet. (APA, derStandard.at, 6.3.2014)

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