Biobauern-Protest gegen Förderkürzungen

6. März 2014, 12:39
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Wien - Die Bio-Bauern der Organisation Bio Austria haben heute vor dem Landwirtschaftsministerium protestiert. Sie fürchten Kürzungen im künftigen Agrarumweltprogramms ÖPUL, das noch ausgearbeitet wird, auf Subventionen der EU fußt und von Österreich kofinanziert wird. Kürzungen von bis zu 30 Prozent zur Bio-Abgeltung seien angedacht, insgesamt könnten jährlich um mehr als 100 Mio. Euro weniger fließen.

Obwohl das EU-Programm zur ländlichen Entwicklung nur minimal gekürzt wurde, sei in Österreich geplant, das Budget für umweltbezogenen Flächenmaßnahmen zu kürzen - und zwar auf etwas mehr als 400 Mio. Euro, nachdem 2012 insgesamt 526 Mio. Euro flossen.

Laut einem Entwurf des Landwirtschaftsministeriums vom Februar seien laut Bio Austria bei Biolandbau Grünland Kürzungen von 17 bis 25 Prozent (180 bis 200 Euro pro Hektar statt wie von 2007 bis 2014 240 Euro) vorgesehen beim Ackerbau 23 bis 30 Prozent weniger (200 bis 220 Euro statt 285 Euro). Für andere Kulturen wie Grünland mit geringem Tierbesatz stünden "noch drastischere Kürzungen" im Raum, hieß es von Bio Austria.

Abgeltung

"Umweltleistungen wie Klima-, Wasser-, Boden- und Artenschutz sowie der Erhalt der Kulturlandschaft, die nicht am Markt abgegolten werden, müssen durch das Agrarumweltprogramm abgegolten werden", so ein oberösterreichischer Ackerbauer laut Aussendung von Bio Austria vom Donnerstag. "Mit den Agrar-Umweltmaßnahmen sollen Mehraufwände und Mindererträge abgegolten werden, die durch eine ökologisch nachhaltige Produktionsweise entstehen", erinnert ein Landwirt von Bio Austria Next Generation, dem Jugendnetzwerk von Bio Austria.

Aus dem Ministerium hieß es Donnerstagvormittag auf Anfrage, man werde sich noch zur Sache äußern. Es geht um das Agrarumweltprogramm ÖPUL für die Periode 2015 bis 2020, heuer ist ein Übergangsjahr. Bio Austria forderte von Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP), die Abgeltungen für Biobauern nicht zu kürzen. Weiters solle das Budget für die Maßnahme "Biologische Wirtschaftsweise" aufgestockt und flankierende Maßnahmen gewährleistet werden. (APA, 6.3.2014)

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